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Gedankengeschnetzeltes #13 oder: offiziell

Klar war es ja schon beim 12. Geschnetzelten: Der aktuelle Job ist der alte – der alte Job ist der neue. Und doch skeptierte der Skepsishorst wie bekloppt vor sich hin.

Als beim großen Kündigungsabgabedrama alles was nur anders laufen konnte, anders lief, kam die erste große Erleichterung erst als dem Rest des Teams Bescheid gegeben wurde. Damit erst war dieser Vorgang für mich besiegelt. Und doch wollte sich noch keine rechte Freude breitmachen bzw. war sie die ganze Zeit über eher verhalten. Ich schwankte ständig zwischen bin-ich-tatsächlich-so-abgestumpft- und vielleicht-war-das-doch-nicht-die-richtige-Entscheidung-Geschwurbel hin und her.

Bis heute.

Heute konnte ich das erste Mal von Herzen freudig feststellen, dass es nicht mehr viele Tage sind und ich in meinen gelernten Traumjob zurückkehren werde – nachdem ich von den alten künftigen Kollegen gehört habe, dass gestern offiziell verkündet wurde, dass ich wieder dabei sein werde.

Verrückte Sache das. Denn schief gehen hätte schon seit Wochen nichts mehr… Aber das glaubt der Horst in mir ja nie!

*hibbel* :)

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Hachz! Ich weiß gar nicht, wann ich mich das letzte Mal so grinsend auf den morgigen Tag gefreut hab.

Vielleicht letztes Jahr? 🙂

Heute wird ein guter Tag! Schon allein deswegen:

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Alles ganz anders und mindestens genauso schön…

Da saß ich also… völlig hibbelig. Total in Unternehmungslaune und keiner da mit dem ich hätte was unternehmen können… Da sachte die Kolleschin, ich solle doch schon dieses Wochenende (also mittlerweile ja schon das vorletzte Wochenende) mit in den Bregenzerwald kommen. Dieses Wochenende wäre es ganz sicher, dass es mit dem Fliegen klappt. Darüber reden wir nämlich schon seit circa einem halben Jahr, dass ich mal mitkommme um einen Tandemgleitschirmflug mitzumachen.

Bregenzerwald_01_1307So fragte ich mich, warum eigentlich nicht? Auf mich wartet ja niemand. Also schmiss ich alle nötigen Sachen in den Kofferraum und düste los in Richtung Bregenzerwald… Vorbei am Bodensee, an dem ich unglaublich gerne angehalten hätte, der mich aber nur kurz für ein Foto aufhielt… weil ich war ja noch auf eine gemütliche Party am Vorabend zum großen Flugtag eingeladen und eh schon viel zu spät dran.

Endlich angekommen lernte ich jede Menge lieber Menschen kennen… und fühlte mich ein ganz klein wenig an Zusammenkünfte der Bergkletterfreunde des Erzeugers erinnert. Ohne Macke war da niemand. Da passte ich ganz hervorragend mit rein und fühlte mich wohl. Was nicht ganz so hervorragend war, war die Aussicht auf Föhn am nächsten Tag. Fliegen is nich, sachten’se. Die einen mehr, die anderen weniger überzeugt. Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt und so hoffte ich mal ordentlich. Schließlich wurde ich ja mit den Worten, es wäre ganz sicher, an den Ort des Geschehens gelotst.

Glücklich ob des einfach-losdüsens fiel ich irgendwann ins Zelt und schlief wie ein Stein. – Ich glaube, so schnell war ich schon lange nicht mehr ins Traumland gedämmert. Könnte natürlich auch am Bier und Sekt gelegen haben… – Der nächste Morgen brachte ein schnelles Erwachen und ein breites Grinsen ins Gesicht als ich feststellte, wo ich da eigentlich gelandet war… Ein himmlischer Fluss um die Ecke und herrlichstes Sommerwetter über mir.


Ein „altes Gewitter“ verabschiedete sich gerade aus dem Tal… und der Föhn lag unheildrohend vor den Toren… So richtig einig war man sich nocht nicht ob es klappen würde oder nicht. Schauen könnte man ja mal… und so zuppelten wir in Richtung Berg, die Schirme im Gepäck. Wer weiß, vielleicht würde der überraschende Wetterumschwung ja doch noch kommen. Und zum Berg mussten wir eh – die Kolleschin musste doch selbst ganz hibbelig noch ihren neuen Schirm abholen. Naja… und wo wir dann ja schon mal am Berg waren, konnten wa ja auch noch hochfahren und zumindest den neuen Schirm auch mal auspacken. Und ich konnte mich schon mal mit den Flugutensilien vertraut machen. Wo wir ja schon mal da waren.


Und weil wir schon mal da waren, beschlossen die Kolleschin und ich uns auf den Weg zu einer recht ausführlichen und hachzvollen Wanderung zu machen. Plauschend setzten wir einen Fuß vor den anderen, sahen in die Ferne, erweiterten die Route und freuten uns, dass sich unsere Wege kreuzten und wir uns seither das Arbeitsleben gegenseitig ein klein wenig bereicherten.

Der Föhn föhnte fröhlich vor sich hin und wir begaben uns schließlich wieder zurück zum Fluss, in den wir uns nach ausreichender Sonnenwanderung erfrischend stürzten. Tolle Sache so ein kühler, klarer Fluss, der sogar die ein oder andere Schwimmstelle parat hielt. Noch toller so ein spontan zustande gekommendes Wochenende zu beenden.

Was ich tatsächlich seit diesem Wochenende immer wieder verdränge: das am Abend vor meiner Abfahrt noch jede Menge stürmischer Wind durchs Tal zog und diverse dicke Äste von den Bäumen holte. Einer keinen Meter von mir entfernt. Das Krachen hallt dafür immernoch durch meine Ohren. Uiuiui. Da hatten wir alle mächtig Glück, dass weder Mensch noch Zelt noch Auto geschrottet wurden!

Der Vorfreudegedanke auf eine neue Reise in den Bregenzerwald beschert seit jenem Besuch jede Menge Grinsemomente 🙂

Fortsetzung wird also folgen 🙂

Live aus dem Sonnenzimmer

Von schnell mal noch die Terrasse fegen zu riesigem innerlichem Hopsen darüber, dass zumindest die Johannisbeere den klirrenden Winter überstanden hat, zum kompletten Einrichten des Sonnenzimmers. Der Keller ist jetzt fast leer und dem Grinsen in der Sonne steht nix mehr im Weg. Juhuuu!
Hoffe, dass’se nun auch ausführlich rausschaut, die Sonne!

Kaffeeschlürfende Sonnengrüße!