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Die Glocke, die entspannt…

…aber erst irgendwann später!

Wer hätte das gedacht?

Eine Woche lang wohnte ich während des Sommerurlaubs sozusagen Fenster an Turm mit einer Kirchenglocke. Die ersten Tage war dies ganz schön beängstigend, weil laut und ich war dankbar, dass es zwischen 22 und 7 Uhr eine Bimmelpause gab. Genervt hat sie – glaube ich – nur deshalb nicht, weil ich gar nicht mehr wusste, wie die Sache mit dem Ausschlafen ging. Und dann so ganz sachte gegen Ende der Woche hatte die Glocke, die so ein ganz klein wenig kaputt war und witzigerweise immer viel zu früh losglockte, sich in mein Herz gegongt und gehörte einfach zum Entspannungsurlaub dazu… Wie sehr sie da dazu gehörte, habe ich aber erst heute – fast sechs Wochen (OMG. Ist das schon wieder SECHS Wochen her???) – gemerkt. Da verließ ich den Kopf zugebrummt mit Arbeit und schon wieder Überstunden im Gepäck zur vollen Stunde die Arbeitsstätte. Die Glocke der Arbeitsstättenkirchturmuhr begann ihr Werk und bei mir stellte sich reflexartig ein Entspannungsgefühl ein. Ein Grinsen huschte übers Gesicht.

Zeit, den Glocken“spiel“mitschnitt aus dem Urlaub rauszukramen und zu präsentieren… Klingt jetzt vielleicht nicht so gigantisch wie es vor Ort war… muss man vielleicht mit dabei gewesen sein, um die unglaubliche Schönheit dieses Klangs nachempfinden zu können. 🙂

da oben #23

Wenn ich nun schon aus der Versenkung zurückkehre, kann ich mir ja auch einen neuen Hut aufsetzen… Aufgenommen im faszinierenden Lugano, das mich in diesem Sommer einen Tag lang in seinen Bann zog. Wasser können die da ja in der Gegend.

Vielleicht – wer weiß – gibt’s bei Gelegenheit mal noch viel mehr Bilder davon. Aber immer schön eins nach dem anderen…

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Hohenkarpfen-Sommer-Sonnen-Tour… oder Irgendwann #7

Aller guten Dinge sind drei und deswegen gab’s natürlich auch noch eine dritte Tour während des Urlaubs – übrigens auch eine „Irgendwann“-Tour… Die Hammertour. Die Nachholtour – was es an Pfingsten an schlechtem Wetter gab, wurde an diesem Tag mehr als wettgemacht. Meiner Hohenkarpfen-Sommertour stand also nichts im Wege. Keine Ausrede. Nix. So schnürte ich denn die Wanderschuhe und stiefelte los. Von der Haustür bis zur Haustür. Insgesamt 6 Stunden (inkl. Pause auf dem Berg).


 
Das war eine Tour ganz nach meinem Geschmack: Wege, die nicht als Wege erkennbar waren, weil leider von der Natur zurückerobert. Kleine, schöne Schattentrampelpfade. Und schließlich zum Entspannen breite Forstwege. Es ging kaum Asphalt entlang. Erst gegen Ende, wo dann aber eh das Ziel mehr der Weg war als der Weg selbst. Sehr entspannt war die Beschilderung. In verlässlicher Regelmäßigkeit tauchten an unsicheren Stellen die kleinen hilfreichen Zeichen auf, so dass ich mich unbeirrt geradeaus halten konnte, wenn der Weg unter den Füßen nicht wirklich sichtbar war. Bis zum Berg selbst hielt ich mich auch ganz tapfer an jenen Routenvorschlag (klick). Vom Berg runter ließ ich mich von meiner runtastic-App leiten. Eine tolle Sache! Zwar kennt die App bzw. das Google-Kartenmaterial noch Wege kennt, die der Wald selbst gar nicht mehr hergibt, verlaufen ist damit aber eigentlich unmöglich.

Hach und Gegend gab’s zu sehen. Schön! Hach und wenig Menschen sind mir unterwegs begegnet. Auch schön! Auf dem Berg -gnihi – kamen mir dann noch jene Füße entgegen. Die Welt ist halt’n Dorf. Bis ich allerdings kapiert hab, dass das DIE Füße waren, war die wandernde Filmtruppe auch schon an mir vorbeigezuppelt.

Die Tour wird’s ganz sicher bei Gelegenheit noch mal geben… vorher werde ich aber mal noch bei den Grafen von Lupfen auf dem Lupfen vorbeischauen. Den Berg habe ich bisher ja ganz konsequent ignoriert. Dabei sitzt der genauso tagtäglich vor meiner Nase…

Zurück zum See… von Hagnau nach Immenstaad

Dieser Urlaub sollte vor allem eins werden: aktiv! Deswegen ging’s natürlich gleich am Tag nach der ersten Wanderung zum Warmwerden weiter an den See. Eigentlich war ja eine ganz andere Route geplant, aber nachdem ich am Tag zuvor so durch die Gegend getrödelt bin, hab ich noch mal umgestellt und beschloss ganz spontan einfach in Hagnau (wo wir bei der letzten Tour wieder den Rückweg antraten) weiter den See entlang zu wandern. Praktisch, dass mein Wanderführer da auch gleich noch eine passende Tour parat hatte…


 
So sehr der See reizt, so sehr nervt er auch. Neee, das stimmt so nicht ganz. Es ist halt voll mit Menschen und es ist halt laut. Der Tag, den ich zum Besuch auserkoren hatte, war auch gleich mal noch Mähtag. So treckerten die Mähmaschinen über die Wiesen und die Düngemaschinen durch die Obst- und Weinreihen. Und im Hintergrund rauschte der Verkehr der Straße zwischen See und Obstanbaugebieten. Das hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt und war zwischendurch schon mal ziemlich grummelig, weil ich einfach innerlich nicht zur Ruhe kam. Irgendwann kam ich zu dem Schluss, für einsame Gedankennachhängwanderungen ist der See einfach nicht geeignet. Der Wanderführer wird wohl erst wieder beim nächsten Besuch rausgeholt.

Zum Stieren lohnt sich der See aber allemal. Da kann man sich dann tatsächlich ein einsames Plätzchen suchen, Enten und Booten hinterherträumen und sich im Wasserplätschern verlieren! Damit klang meine Wanderung durch die Sonne wunderbar aus und läutete einen sehr gemütlichen Abend mit lieben Plausch und leckerem Gesöff ein.

Wer sich nun noch für so einen Zeppelinflug interessiert, der kann sich beim Anblick der Preise hier (klick) mal auf den Hosenboden setzen. Wer wissen mag, wie ich tatsächlich lief (logisch, dass ich vor lauter gucken mal wieder nicht ganz korrekt nach Vorgabe lief… und die Tour ein klein wenig erweiterte), kann hier (klick) schauen.

Ach so, den Abstecher zum Schloss Hersberg (abgesehen natürlich vom grandiosen Rettungsring) kann man sich sparen. Den Hohberg (ist auch nicht hoch) muss man hingegen auf jeden Fall mitnehmen. Wenn da nicht gedüngt wird, dann kann man da gaaaaaanz gemütlich über die Obst- und Weinberge in die Weite schweifen, den See beschauen und bei guter Sicht die Berge in der Ferne bewundern.

Auf zur Burg… oder Irgendwann #6

Seid ihr bereit für ein paar Urlaubsfotos? Ich hab‘ auch ausgesiebt. 🙂
Und außerdem ist damit auch ein „Irgendwann“ abgehakt worden…

Heute vor einer Woche ging’s auf die erste Tour. Nach einem kurzen Zwischenstopp beim Ex-Lieblingskolleschen im beschaulichen Rottweil (da war ich nun mittlerweile auch schon öfter, aber zu einer ausführlichen Stadtbesichtigung haben mich die Gassen dort noch nicht verleiten lassen… hm.) brachte mich mein kleiner Flitzer in die etwas entferntere Nähe der Burg Hohenzollern zum Nägelehaus. Auf dem burgeigenen Parkplatz parken kann ja schließlich jeder. Wenn schon, dann auch noch gleich eine Runde durch den Wald gewandert. Und das lohnt sich. Und wenn’s Sicht gibt gleich noch viel mehr! Sicht war mir nun nicht vergönnt, aber gutes Wanderwetter mit genialem Ausblick in alle Richtungen:


Und dann kam die Burg – etwas später als erwartet – auch endlich ins Blickfeld, die mich auf der Hinfahrt schon ein paar Mal ins Staunen versetzte und die Freude auf die Tour schürte. Von da an sollten uns aber nur noch vorübergehende Waldabschnitte voneinander trennen. Immer wieder traf mich die Aussicht auf die Burg mit Wucht und ließ ganz kurz oder auch länger den Atem anhalten. Das Zeller Horn animierte zu einer spontanen ausgedehnten Pause. Sehr beeindruckend. Mit so richtig gigantischer Sicht in die Ferne wahrscheinlich noch um einiges mehr.


Ein paar Kuriositäten gab’s auf dem Weg zur Burg dann auch noch zu bestaunen…
Gleich zu Beginn gab’s das neue Testament, das mich ob meiner bevorstehenden Tour doch ein wenig skeptisch hat werden lassen. Habe die steil abfallenden Schluchten nach rechts, dann aber doch unbeschadet neben mir liegen lassen. Höhenangst ist zumindest am Anfang der Strecke nicht sehr förderlich – allerdings sind die Wege ausreichend breit – und links gab’s dann ja die Wiesen zu beschauen.
Das Hexenverbotsschild kündigte schließlich so langsam die Hexenlinde an, die da irgendwann inmitten vieler Wege einen Richtungswechsel für meine Tour anzeigte. Der kleine Weg da rechts abgehend beim Baum mit den vielen Schildern, sollte mich zur Burg bringen.

Mit dem ein oder anderen versehentlichen Schlenker unterwegs – hauptsächlich abgelenkt durch Gegend gucken – erreichte ich dann doch noch die Burg und durfte von innen noch viel mehr staunen, als sie das von außen schon veranlasst hat.
In die Burg selbst darf man nur mit Führung, die aber eh schon im Eintritt enthalten ist. Wenn man dann also mal den steilen Anstieg nach oben hinter sich gebracht hat, dann sollte man die auf jeden Fall mitmachen, sich von der langen Familiengeschichte des Hauses erzählen lassen und völlig fassungslos über den grandiosen Ausblick aus wirklich jedem Zimmer aus wirklich jedem Fenster in die Ferne stieren.

Nach ausführlichem Burganlagenbestaunen machte ich mich an den Rückweg. Der sollte es noch ordentlich in sich haben. Denn an der Hexenlinde wurde aus der Wanderung eine Rundwanderung. (Ich mag’s ja nicht sonderlich den gleichen Weg auch wieder zurückzulaufen…)
Ein verpasster Abzweig (die Ausschilderung ist wirklich nich soooo doll), ließ mich auf eine sehr beeindruckende Schotterpiste geraten. Uiuiuiuiui. Aber da kennen wa ja nix, da wandern wir hoch. Uffz. Und überall am Wegesrand unendlich viel blühender Bärlauch… Da hat’s vielleicht gerochen – oder spricht man bei der Menge dann schon von „gestunken“? Am Ende der Schotterpiste wartete ein breites Grinsen im Gesicht und ein kühles Bier im Zollersteighof. Yeah! Von dort war’s dann nicht mehr weit bis zum geduldig auf mich wartenden Flitzer am Parkplatz.
Ein ordentliches und lautes Fluchen gab’s dann aber doch noch mal als kurz nach genial viel Wiese der Weg eine bedrohlichen Anstieg offenbarte. War aber nur kurz. Sowohl Fluchen als auch Anstieg…

Eine echt tolle Tour nach meinem Geschmack. Da wird’s nicht langweilig. Trittfest sollte man allerdings schon sein und die Turnschuh wären nicht das ganz optimale Schuhwerk. Wie oben schon erwähnt, ist am Anfang der Tour Höhenangst kein so genialer Begleiter. Wie aber auch schon erwähnt, sind die Wege an jenen Stellen breit genug (Also wirklich! Da passen locker 3 oder 4 Leute nebeneinander!) um genügend Abstand zum Abgrund zu bringen.

Das war auf jeden Fall nicht mein letzter Burgbesuch. Ein Blick in die Veranstaltungen der Burg machen Lust noch mal vorbeizuschauen… So eine Sternschnuppennacht oder königlicher Weihnachtsmarkt klingt schon verlockend!

Der Wanderführer zur Tour: „Bruckmanns Wanderführer. Die 40 schönsten Touren Schwäbische Alb“ (Tour 32)
Die Tour (leicht abgewandelt, durch 2 oder 3 verpasste Abzweige): klick
Der Klick zur Burg: klick