Schlagwort-Archiv: Umzug

losgeschrieben #3

  • Nicht, dass ich ein paar Tage vorher nicht dran gedacht hätte, ereilte mich dann am Tag selbst doch sehr überraschend eine Nachricht von Katja, die mir ein erstauntes „Huch!“ über die Lippen kommen ließ:4 Jahre ohne Kippe! Cool!Vielen lieben Dank noch mal fürs Erinnern! 🙂
  • Mit noch viel mehr „Huch!“ gingen meine ersten drei Monate Fernlehrgang rum. Völlig hektisch wuselte ich mich durch meine vergangene Urlaubswoche um umzugsbedingte hinterherhängend geglaubte Studienhefte aufzuholen. Bis ich mal kurz innehielt und anfing nachzurechnen: Mit nur zwei Tage Verspätung schloss ich heute das letzte Studienheft der ersten drei Studienmonate ab, um morgen voll im Plan das erste der nächsten drei Monate anzufangen!1elf
  • Die rasende Zeit macht mich mal wieder fertig. In der nun gerade zum Abschluss gekommenen Urlaubswoche war ich – wie erwähnt – nur am rumwuseln. Schränke aufbauen, Baumarktbesuche, Baumarktberatungen, Löcher in die Wand bohren, Schränke aufhängen, an Löchern in der Decke verzweifeln, kreative Leuchtenaufhängungsalternativen kreieren, das Chaos in der Wohnung von der einen Ecke in die andere befördern, Chaos entfernen, Chaos neu entfachen und eben Lernstoff aufholen. Die Woche verflog wie im Flug und das Gefühl nichts getan zu haben, war groß und jede Minute der Entspannung war mit unendlich vielen Vorwürfen gespickt, doch endlich mal was zu tun. Eigentlich wissend, dass diese nichts-getan-haben-Gefühl komplett falsch ist und die Entspannung durchaus auch erlaubt war. Nur sieht man leider von all dem Getanen nix. Außer, dass in der Wohnung nun kein Chaos mehr herrscht und (fast) alles an seinem Platz ist.
  • In Anbetracht der rasenden Zeit macht mich der Quittenbaum vor meiner neuen Terrasse fix und fertig. Werde ich dazu kommen, mich diesen merkwürdigen Früchten und ihrer Verarbeitung zu widmen?
  • Hach ja… und dann ist da noch die Rose… Ein Geburtstagsgeschenk um im nächsten Jahr hoffentlich unglaublich faszinierende Rezepte ausprobieren zu können. Die Pflegeanleitung lässt die Vorfreude aber auch ganz schnell wieder verfliegen. Dabei ist das bestimmt nur halb so wild und aufwendig… Hoffe ich jetzt einfach mal! Urgs.
  • Und die Kleine Idee… die sitzt da auch noch ganz geduldig und schaut mich immer wieder mit großen Augen an, wann’s denn mit ihr nun endlich mal wieder weitergeht… *soifz*
  • Die Hoffnung auf ruhigere Zeiten… die ist mittlerweile nur noch ganz klein. Aber die kommen bestimmt wieder!? Die ruhigeren Zeiten! Oder?

Huch!… oder Letzte Male!

Huch, dachte ich heute Morgen als ich überlegte, was ich bis morgen Mittag alles noch zu erledigen hätte… Wenn denn dann alles genau so läuft, wie es morgen geplant ist (der Skeptikhorscht fuchtelt wie verrückt mit den Armen durch die Gegend), dann ist das hier heute meine letzte Übernachtung in meiner „alten“ Wohnung. War so gar nicht beabsichtigt, bietet sich aber an… wenn ich denn morgen schon jemanden da hab, der mit anpackt und meine Matratze mit in die neue Wohnung schleppen kann.

Dass da morgen jemand kommt, der mir beim ersten Tragen der schwersten Sachen hilft, wird vom Skeptikhorscht übrigens nicht in Frage gestellt. Ob es morgen tatsächlich zur Schlüsselübergabe kommen wird, da unkt der Gute noch ein wenig rum. Na schau’n wa mal.

Zur Sicherheit nehme ich dann jetzt auch mal noch rasch ein letztes Bad. Nicht, dass Horschte Unrecht hat und ich das verpass…

Ach verflixt… vergessen…

Ich wusste doch, dass ich irgendwas vergessen würde bei meinem großen Umzug von der einen auf die andere Adresse:
Nämlich euch vor der Aktivierung der automatischen Umleitung Bescheid zu geben, dass es genau gestern an der Zeit gewesen wäre eventuelle Feedreader zu aktualisieren oder bei Gelegenheit den Followbutton unter WordPress neu zu klicken.

Da die meisten der Leseweltenleser ja auch hier mitlesen, hole ich das mal gaaanz schnell nach 🙂

Also: Jetzt wäre es an der Zeit aus der alten Feed-Adresse die folgende neue zu machen: http://blog.lesewelten.net/feed/ bzw. unter blog.lesewelten.net auf den Followbutton zu klicken. Mail-Abos können ebenfalls dort erneuert werden (in der Sidebar mal eben fix ganz nach unten scrollen).

Ach so: Nein, es müssen jetzt keine Links panisch gesucht werden, die auf die alte Lesewelten-Adresse verlinken. Ich habe ersteinmal eine automatische Weiterleitung eingerichtet.

Ich danke für die Aufmerksamkeit und hoffe, dass ich nicht noch mehr vergessen hab. Herje.

Auf Behördentour

So ein Umzug bringt es ja leider immer mit sich, dass man sich mit den Öffnungszeiten und den Bestimmungen der behördlichen Einrichtungen rumärgern darf. Heute hat alles gestimmt (ausreichend frei am frühen Morgen und passende Öffnungszeiten). Also zögerte ich nicht lang und erledigte die zwei Sachen, die man – soweit ich weiß – nach wie vor nicht übers Internet oder Telefon erledigen kann: Mich beim Einwohnermeldeamt und mein Auto bei der Kfz-Zulassungsstelle ummelden. Der erste Punkt wurde von mir ja nun mittlerweile schon oft genug geprobt und war entsprechend unspannend. Aufregender war dann der zweite Teil. Ein Ausflug in die Kreisstadt zum Landratsamt blieb mir leider nicht erspart. Ein riesiger versnobter Glaskasten empfing mich. Zwei Damen hinter Glas sollten mir Auskunft geben, wo ich mich für mein Vorhaben einfinden sollte. Innerlich stöhnte ich schon mal kurz auf, wusste ich doch, dass die zwei (Entschuldigung) Schnepfen da hinter dem Glas mich gleich nicht verstehen würden, was ich fragte, weil ich ja nun mal von Haus aus nicht laut reden mag. So ein Glas zwischen mir und den Ohren meiner Gegenüber ist da natürlich wenig hilfreich. So kam es dann auch… „Was?“ Den Architekten dieser Einrichtung prügelte ich innerlich damit innerhalb von fünf Minuten das zweite Mal windelweich. Denn zu diesem riesigen Glaskasten gab es genau zwei Reihen Parkplätze, die nicht annährend das abfangen konnten, was dieser Kasten beherbergen konnte. Aber zwei Damen hinter Glas für den Emfang. Wovor sollten die bitte geschützt werden? Nun ja, es gelang uns dann doch noch uns zu verständigen und so begab ich mich durch lange Flure. Genügend Zeit, um mich auf mein nächstes Anliegen vorzubereiten. Ich wusste nämlich nicht wie ich meine alten Nummernschilder abbekommen sollte. *grummel* Am Kfz-Zulassungsstellen-Empfang saß dann auch prompt ein kleines Blondchen, dass mir beim besten Willen nicht weiterhelfen konnte. Bloß gut gab’s gleich um die Ecke kompetentes männliches Autoschilderherstellungspersonal. Wenn die die Schilder herstellen, dann wussten die sicher auch, wie das abzumachen ist. Problem gelöst und auf zum nächsten. Nirgends stand nämlich, dass ich einen (ich weiß schon nicht mehr, wie dieser blöder Code heißt) ominösen Code bräuchte, um mich umzumelden. Mein Versicherungsschein, der ja nun eigentlich Beweis genug hätte sein sollen, um darzulegen, dass ich mein schon genutztes Auto versichert habe, reichte nicht aus, um neue Nummernschilder bekommen zu können. *grmpf* Da stand ich also. 30 Minuten durch die Gegend gekutscht, mich zum Affen gemacht, weil ich nicht wusste, wie diese blöden Schilder abgehen, um dann an einem läppischen 7-stelligen Code zu scheitern? Nö. So nicht. Also Versicherung angerufen und höflichst um diesen Code gebeten. Knappe 40 Minuten und zwei Buchkapitel später dann der Rückruf mit Code. Yeah! Ab dann ging alles ganz fix. Wieder in in die Zulassungsstelle, alle Formulare ausfüllen lassen und der Aufforderung zur Zahlung und Nummernschildherstellung nachkommen. Vorher riet mir die nette Dame vom Schalter noch mit verschwörerischem Blick, ich solle lieber die Preise vergleichen bei den drei Schilderherstellern. Tat ich dann auch und fiel aus allen Wolken. Beim kompetenten Schilderabmach-Schilderhersteller: 52 €, einmal über die Straße laufen: 35 €. Das konnte nicht sein. Etwa 50 Meter weiter gab es noch einen Hersteller… Ich zögerte kurz und lief die dann doch noch. Ziemlich versteckt fand ich den Eingang. Das Haus war schon ein wenig in die Jahre gekommen. Draußen an der Tür die Aufforderung „Bitte nicht klopfen.“ Ziemlich dubios. Aber nun war ich schon mal da, nun konnte ich ja auch fragen. Also rin. Und dann musste ich erst einmal schmunzeln. Ein total runtergekommenes Büro mit einer etwas ältlichen Dame passend gekleidet und einem in die Jahre gekommenen Autoverkäufer, der aber noch die Klamotten aus Jugendzeiten an hatte bot sich mir als Bild. Das war dann also noch mal Zeitreise im Preis inbegriffen – und der Preis war nicht zu toppen: 29 €. Bei aller Sympathie für den Schilderabmachmenschen… Die 23 € hatte ich dann wirklich nicht zu viel.
Kurze Zeit später stand ich dann wieder bei der Dame in der Zulassungsstelle und bekam auch noch meine restlichen Kläber draufgebabbelt. Ich bedankte mich noch überschwenglich für den Preisvergleichstipp und dann ging’s ans Schilder-wieder-drauf-mach-Abenteuer, was aber dann wieder nicht mehr so aufregend war. Ich hatte ja aufgepasst beim Abmachen…

Nun sind also ich und auch mein Auto ganz offiziell und richtig umgezogen. *freu* Und die gesparten 23 € wandern jetzt mal ganz schnell ins Urlaubsschwein. 🙂

Geschafft!!!

Alle Kisten sind wieder leer! Alles hat ein neues Plätzchen gefunden. Wenn auch einiges erst mal ein vorläufiges. Nach über einer Woche Arbeiten-Räumen-Schlafen ist alles wieder aufgebaut, ausgepackt und eingeräumt. Die blauen Flecken mag ich gar nicht zählen (einige sind mittlerweile wieder zu nicht-erschreckend geworden), die Rückenschmerzen könnten sich nun langsam wieder verabschieden, wenn nicht nächste Woche noch eine größere Räumaktion in den geschäftlichen Gefilden anstehen würde… und vielleicht stellt sich nun langsam wieder ein klein wenig angenehmere Routine ein. Die Sache mit dem Entspannen muss ich jetzt erst einmal wieder lernen. Meine in den letzten Monaten eingeschlichenen Ruhepunkte wie der Küchenspuk oder das Laufen haben mir ganz schön gefehlt in den letzten paar Wochen Umzieherei. Und der Streß hat mich mich wieder einigeln lassen. Nicht gut!

Nu ist aber vorbei. Jetzt stehen nur noch Perfektionierungen der eigenen vier Wände, die mich seit etwa einer Stunde nur noch Grinsen lassen, weil fast alles so geworden ist, wie ich es mir erst einmal vorgestellt hatte, an. Die Perfektionierungen kommen aber ganz langsam und immer so wie es gerade passt. 🙂

Und jetzt: Füße hoch und Prösterchen ^^
Entspannungsinsel