Schlagwort-Archiv: Pilze

Eingelegter Reizker *schmatz*

Mjam. Ich werd wohl dem frühen Vogel am Sonntag folgen und mich noch einmal auf die Suche nach Familie von und zu Edel-Reizker machen, um noch ein bisschen Vorrat von diesen leckeren eingelegten Gesellen anzulegen.

Vor zwei Wochen hatte ich mich ja schon auf den Weg gemacht, um die erste Pilzbeute zu erlegen und dabei kamen dann auch zwei klitzekleine süße Gläser eingelegte Reizker raus, die ich gestern dann endlich vertilgen konnte. Also ein Glas davon. Zwei wären ja… huihuihui regelrechte Völlerei gewesen 🙂

eingelegter Reizker auf Brot

Ein wenig skeptisch war ich ja schon… weil ich nicht wusste, ob da überhaupt drauf stehe, auf eingelegtes Pilzfleisch. Aber es war echt lecker. Deshalb gibt’s jetzt hier fix das Rezept.
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Waldlauf

Dienstag früh (unverschämt früh). Der Körper beschließt am Tag des Schlafes, dass Schlafen überbewertet wird und man ja auch mal zwei Stunden vor dem Wecker im Bett sitzen könnte. Insgeheim war der wohl von meiner gestrigen Spontanidee, falls kein Regen am nächsten Tag zu sehen sein sollte, mal zu schauen, ob die Pilze schon wachsen, so begeistert, dass er vor lauter Hibbeligkeit nicht mehr schlafen konnte. Wie auch immer… Es war kein Regen da. Ich war putzmunter. Da konnte ich mich auch auf den Weg durch den Wald machen.

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Pilze gab’s zwar noch keine… also halt noch keine, die ich erkannt hätte, dafür aber jede Menge andere schöne Sachen zu sehen… Die Waldbären sehen zwar von oben betrachtet schon schön aus… aber auf der sonnenabgewandten Seite sind’se noch nicht ganz so weit. Zwei konnte ich dennoch naschen. 🙂

Käsespätzle mit einem Hauch von Pilz

PilzkonservenEs war schon deprimierend als ich Anfang der Woche meine getrockneten Pilze zum Aufbewahren in die Gläser abfüllte: Sechs gefüllte Zeitungsseiten aus sechs gefühlten (es waren vermutlich sieben ^^) Pilzputzstunden ergaben schließlich drei Gläser Pilzkonserven für demnächst.
In einem dieser Gläser befinden sich gerade mal 25 g getrockneter Pilz. Das ist weniger als man für eine Mahlzeit braucht. Das spornte mich natürlich an, mich doch noch mal auf die Socken zu machen. Doch da war nix mehr mit Herbsttrompeten oder Pfifferlingstrompeten im Wald. Musik war quasi aus. 😦 Und auch sonst ergab der morgendliche Waldlauf nicht mehr allzuviel. Ein paar Exemplare der Familie von und zu Edel-Reizker zeigten sich noch und ein paar Mohrenköpfe und Maronen ließen sich dazu überreden in den Korb zu hopsen. Aber dafür fand ich doch noch ein stattliches Exemplar Pilz wie aus dem Buch und einen knuffeligen Knuddelpilz, dessen Haupt sich ganz samtig anfühlte. Was das für einer war, weiß ich allerdings nicht.

Prachtexemplar knuffeliger Knuddelpilz der klägliche Fund

Ziel des Küchenspuks war es aber an diesem Tag die ersten selbstgemachten Spätzle zu fabrizieren. Und das geschah dann auch: 400 g Mehl in eine Schüssel gesiebt, 5 (am Ende waren es 6) Eier hinzugegeben und das ganze mit dem Knethaken verrührt. Nun eine 3/4 Tasse Wasser und einen gestrichenen Esslöffel Salz dazu. Nachdem ich dann die große 3/4 Kaffeepottasse hinzugefügt hatte, blieb mir nur noch ein kurzes Fluchen übrig. Verflixt und zugenäht, es war sicherlich so eine kleine süße 3/4 Tasse gemeint, die man im täglichen Kaffeeverzehr noch nicht mal mehr im Küchenschrank wahrnimmt. So hieß dann der nächste Schritt nicht für mich „Verrühren Sie den Teig so lange, bis er sich von der Schüssel löst.“ sondern „Kippen Sie so viel Mehl nach, bis sich der Teig von der Schüssel löst.“ *grmpf* Irgendwann hatte ich aber dazu keine Lust mehr und beschloss, dass es auch so gehen müsse. Es wurde eine riesige Sauerei, aber es ging. Den matschigen Teig presste ich also tapfer durch die Spätzle-/Kartoffelpresse in einen Topf mit kochendem Salzwasser. Und als die Teigklümpchen dann auch brav nach oben kamen, rettete ich sie auch ganz brav aus ihrem Bad.

die ersten selbsterzeugten Spätzle das Spätzleschlachtfeld

Das schwierigste war geschafft. Während der Teigpress- und fertige-Spätzle-aus-dem-Wasser-retten-Aktion hab ich schon mal die Pilze mit zwei Zwiebeln angebraten und die Packung geriebenen Käse mit der Packung Schinkenwürfel vermischt. Als dann endlich der gesamte Teig durchgewurschtelt war, durfte dieser mal noch mit der Pilz-Zwiebel-Mischung zusammenkommen. Nun eine Auflaufform geschnappt und abwechselnd die Spätzle- und Käsemischung hineinverteilt. Als letztes noch einen Becher Sahne mit je einer Prise Pfeffer, Muskat und Salz verrührt und über die Käse-Spätzle-Masse gekippt. Ab in den 180 °C vorgeheizten Backofen und 15-20 Minuten über das Küchenchaos staunen und sich fragen, ob der ganze Aufwand dafür wirklich gerechtfertigt war…

…als die Küche dann spuckte, feststellen, dass der ganze Aufwand tatsächlich wirklich und mehr als gerechtfertigt war, und beschließen, es gar überhaupt nicht erst mit so Fertigspätzle zu probieren. Mhmmmm!! Lecker!!
Käsespätzle mit einem Hauch von Pilz

Pilzvariation

Heute also die erste Solojagd. Das erste Bienchen gab’s ja schon mal dafür, dass ich die Stelle wieder gefunden habe. 🙂 Dann ging’s los. Wenn man allein unterwegs ist, muss man ja auch immer noch aufpassen, wo man überhaupt hinläuft. Hat aber auch ganz gut geklappt. Es gab auf jeden Fall kein panisches Hilfe-wo-bin-ich.

Onkel Hannibal, Lina und KnutDie Jagd nach Familie von Edel-Reizker war leider nicht so sehr erfolgreich. Die haben sich ganz schön versteckt. Lediglich Onkel Hannibal und Lina und Knut haben sich hervorgewagt, um vielleicht herauszufinden, was mit Karl passiert ist. Der Plan eingelegte Familie herzustellen, musste somit leider ganz schnell aufgegeben werden. Hannibal, Lina und Knut sind dann aber ganz vergnügt ins Pilzratatouille gesprungen. Denn das war heute das auserkorene Experiment nachdem beim letzten Mal der Heißhunger auf die altbekannte Stino-Pilzpfanne gestillt wurde…

Die Küche spuckte heute superleckeres Pilzratatouille aus:
Pilzratatouille

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Betreute Pilzjagd

Nachdem meine Pilzjagdversuche auf eigene Faust nicht von Erfolg gekrönt waren, musste ich mir professionelle Hilfe besorgen. Der pilzbewanderte Opa war entfernungsbedingt leider nicht verfügbar. – Wir sind jetzt aber auf jeden Fall schon zur Pilzjagd in heimischen Gefilden verabredet. Da freut er sich schon, der Opa. Ich auch 🙂

Hier musste es aber auch pilzbewanderte Opas geben. Und die fand ich dann auch übers Internet. Ein völlig neues Universum eröffnete sich mir… Der Verein für Pilzkunde bietet regelmäßig Lehrwanderungen an. Wie der Zufall wollte, an diesem Wochenende auch. Also habe ich mein Pilzprojekt nicht auf die lange Bank geschoben und habe sofort zugeschlagen. Es hieß also wieder zeitig aufstehen und dann ab zum Treffpunkt. Von dort dann weiter in den Wald. Drei geprüfte Pilzsachverständige, jeder ein Unikat für sich, erklärten vier ahnungslosen Laien die Unterschiede und noch viel mehr. Nach wenigen Minuten brummte mir der Schädel. Von den vielen Namen, die mir um die Ohren gehauen wurden, hab ich mir nicht annähernd die Hälfte merken können. Aber ich habe jetzt wenigstens ein paar Pilze für das Pfannenrepertoire gefunden und traue mir nach den ausführlichsten Beschreibungen auch zu, die das nächste Mal ganz mutig allein in den Korb zu packen. Naja und wenn nicht, dann gibt’s ja zur Not noch die Telefonnummern diverser Pilzsachverständiger auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM).

Für heute war mein Korb aber ja genehmigt und so konnte ich völlig beruhigt wieder heim. Zum Knipsen und Putzen der auserkorenen neuen Pfannenpilze

Pfannenrepertoire

Und somit spuckte schließlich die Küche meine erste selbst zusammengesammelte Pilzpfanne aus:
Pilzpfanne