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Ortswechsel

Es ist mal wieder soweit. Zeit „Freakhausen“ für eine kleine Auszeit den Rücken zu kehren. Die Sachen sind gepackt. Für Tier und Pflanzen ist gesorgt. Und vergessen habe ich hoffentlich nix.

Eine Woche wird’s mit zwei Wander- und Kletterverrückten durch die Natur gehen. Ganz ehrlich: Davor habe ich grad mehr Schiss als vor meinem Sprung… Blödsinn! Ich werde das natürlich mit Bravour durchstehen und mich nicht sattsehen können an den vielen tollen Ausblicken!!

Im Urlaub

So, jetzt fängt er an. Mein Urlaub! Yeah! Juhuuu 🙂

Oh man, der ist echt bitter nötig! Zwei Wochen lang werde ich also versuchen die Arbeit auszublenden und nur Sachen machen, die mich entspannen und mir Freude bereiten.
Naja, fast. So richtig klappt das mit dem Ausblenden nämlich nicht. So im Laufe der letzten Woche haben sich da ein paar Sachen angesammelt, die ich gern in meiner Urlaubszeit machen möchte. Und zu diesen gehört auch: Mich endlich zu entscheiden, wie es arbeitstechnisch mit mir am Ende des Sommers weitergehen soll. Also werde ich nicht ganz ums Ausblenden kommen. Aber doch hoffentlich trotzdem ausführlich zum Erholen.

Hier also meine Wunschliste für meinen Urlaub:

  • Bücher lesen… ganz viele Bücher lesen!!! Hier liegen nämlich noch ein paar rum, die sich schon lohnen auch noch zuende gelesen zu werden und es liegen noch viel mehr rum, die ich gern mal anfangen möchte…

    Bücher, die ich zuende lesen möchte:
    Harriet Köhler: Und dann diese Stille
    Gesa Schwarz: Grim
    Stefan Seitz: Das Unkrautland. Auf den Spuren der Nebelfee
    John Izzo: Die fünf Geheimnisse, die Sie entdecken sollten, bevor Sie sterben

    Bücher, die ich gern anfangen will zu lesen:
    Miriam Meckel: Brief an mein Leben
    David Belbin: Der Hochstapler
    Michael Tietz: Rattentanz
    Tania Carver: Entrissen
    Francisco González Ledesma: Der Tod wohnt nebenan
    Mikkel Birkegaard: Die Bibliothek der Schatten

    Urgs… So lange hab ich doch gar nicht Urlaub. Und vor allem ist das nur die Oberfläche von den Büchern, die hier noch im Regal rumstehen.

  • Klettern gehen… jetzt nach meinem Toprope-Kletterkurs will ich natürlich auch’n bisschen mehr Erfahrungen sammeln.
  • Natürlich die Entscheidung aller Entscheidungen treffen.
  • Die Familie glücklich machen, d.h. die Ommas und Oppas besuchen
  • Oh und im Garten des Paps sitzen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Ich würde natürlich auch unglaublich gern das Unkraut jäten, aber da ich das ja nie darf… muss es halt die Sonne sein.
  • Ach so, die Winterreifen können dann vielleicht auch wech. Das wäre jetzt zwar ein wirklicher To-Do-Punkt, aber das macht ja eigentlich auch Spaß. Von daher… darf der mit auf die Liste 🙂
  • Ursprünglich wollte ich mir ja das Huston Ballet anschauen. Das sitzt aber nun dank Eyjafjallajokull (wer denkt sich eigentlich diese Namen aus?) immer noch in Huston 😦 So wird es also ein Besuch des Ballet Biarritz (nachdem ich mir aber gerade deren Internetseite zu Gemüte geführt habe, wird das sicherlich ähnlich aufregend!!).
  • Dann ist da noch ein Date mit dem sabbernden Malte 🙂
  • Und ein traditionell stattfindender Kinobesuch mit dem Paps wird sicher auch geschehen. Ich bin schon jetzt auf den Film gespannt. Es sind immer kleine feine Besonderheiten, die sich ganz spontan ergeben.
  • Oh, meinen Wellness-Gutschein hätte ich ja fast vergessen. So ein Entspannungstag steht also auch noch an.

Hach ja, das werden zwei gute Wochen! Die Vorfreude ist riesig! Ich hoffe, die bringt mich letztlich nicht noch ins Stolpern.

Und jetzt: Den Wein geöffnet und dem Urlaub zugeprostet 🙂

So ein richtiges…

…Wochenende hatte ich, glaube ich, schon lange nicht mehr. Also so von wegen den Kopf mal aus dem Alltag rausnehmen und etwas unternehmen. Aber das jetzt gerade verflossene Wochenende hat mich mit voller Wucht umgehauen und mir endlich mal wieder gezeigt, dass so ein Kopf-abschalt-Wochenende eigentlich gaaaaar nicht so schwer in die Tat umzusetzen ist und vor allem, dass man doch mehr erleben kann als vorher angenommen. Es hat aber auch gezeigt, dass dieses Gedankenchaos im Voraus total hinderlich ist.
Die Wochenendplanung kam ganz spontan daher, indem ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, ’nen Kletterkurs mitzumachen. Noch während ich die Fragen abklopfte (Wann ist der? Wieviel kostet der? Wo findet der statt?), hatte ich mich eigentlich schon entschieden dabei zu sein. Und von dem Moment hatte ich etwas, das mich durch die ätzende Woche gebracht hat und das mich von meinen ganzen anderen Chaotengedanken ablenkte und mir ein wenig Platz zum Ordnen einräumte. <- Die Baustelle ist zwar nach wie vor da, aber sie hat jetzt wenigstens ein wenig Form angenommen… 🙂

Nach einem im Vergleich zu anderen Samstagen kurzen samstäglichen Arbeitseinsatz gings in den sonnendurchfluteten Garten einer Freundin, um dort mal eben noch erst zur Gänseblümchenprinzessin und dann -königin gekrönt zu werden (Fragt nicht! Verneigt euch einfach! 😉 ). Einem, mir Gänseblümchenkönigin würdigen, Abendimbiss folgend gings auch schon ab in die Kletterhalle, in der der erste Teil des Kurses stattfinden sollte.
Nu is ja nicht so, dass ich noch nie in so’nem Seil hing. Bisher allerdings immer im Freien und vor allem unter der verschärften Obhut meines Paps und meiner Brüder. Und da die drei das Klettern ja schon im Blut haben und ich meist nur mal auf einen kurzen Ausflug mitgehe, hab ich das ganze nie so richtig erklärt bekommen bzw. (um auch fair zu bleiben) wollte das alles auch gar nicht so genau wissen. Und hier ist wohl auch der eigentliche Grund für die spontane Entscheidung für den Kurs zu finden… Ich wollte endlich mal genau wissen, wie es geht. Schließlich bin ich in zwei Wochen wieder „daheim“ und vor allem soll’s im Sommer mit den Jungs ’ne ganze Woche zum Klettern gehen. *freu* 🙂
Klein-Coco nun also allein im Seil… Drei Stunden ließ ich mir erklären, wie’s funktioniert: Der Achter-Knoten, die Bedienung des Sicherungsgeräts, der Partnercheck usw. usf. Und während ich vorher noch dachte, läppische drei Stunden, dachte ich nach zwei Stunden, oh weh, wie soll ich den nächsten Tag überleben, wenn mir jetzt schon die Unterarme so weh tun? Denn da sollte es ja noch mal drei Stunden geben… Und *urgs* die sollten draußen am Felsen stattfinden. Da war ich ja noch extrem skeptisch. Schließlich wollte ich’s langsam angehen! Aber die zwei Jungs, die sich erbarmten, an uns Anfänger ihr Wissen weiterzugeben, waren – ich konnte es so gut nachfühlen – scharf drauf raus in die Natur zu gehen. Da waren sie nicht von abzubringen… Und mit dieser Skepsis wurde ich dann in den Abend entlassen, der zwar schon eine etwas vorgerückte Stunde anzeigte, aber noch nicht am Ende angelangt war. Denn noch stand mir eine Flasche Bier und zwei aufregende Partien Ubongo bevor 🙂 Letztere verlor ich natürlich gnadenlos. Spaß hat’s aber trotzdem, vielleicht auch vor allem deswegen gemacht… Die Unterarme taten nach wie vor höllisch weh und die Gedanken an den nächsten Tag waren alles andere als rosig… Ach und die Nacht auf der fremden Couch war auch alles andere als erholsam. Hm, ich berichte hier schon über ein tolles Wochenende – glaub ich 🙂

Am Sonntag hieß es dann viel zu zeitig aufzustehen. Denn um 9 Uhr war Treffpunkt an der Kletterhalle, um gemeinsam ins Donautal aufzubrechen. Nach wie vor von Skepsis durchflutet, war ich doch schon ein wenig grummelig drauf. Naja, als Morgenmuffel ist man das eh von Natur aus…
Allerdings entschädigte die Fahrt zum Felsen schon mal das zeitige Aufstehen und das Frieren, das sich zur morgendlichen Stunde noch einstellte. Die Landschaft hatte schon was und beim Blick von oben aufs Kloster Beuron stellte sich a) ein wohliges Bauchkribbeln und b) ein bereuendes „Warum bekommst du bitteschön nie den Hintern von deinem Schreibtischstuhl hoch und schaust dir am Wochenende mal was an?“ ein. Es war einfach nur schön. Und von diesem Moment an, wurde das Wochenende zu etwas besonderen. Meine Skepsis machte so langsam der schauen-wa-doch-erstmal-wie-es-wird-Einstellung Platz, das Grinsen im Gesicht wollte nicht mehr verschwinden und im Kopf kam die Erkenntnis an, gerade jetzt in diesem Moment zu leben. <- ein gutes Gefühl!

Am Felsen angekommen, hieß es dann erst einmal das Gelernte vom Vorabend wieder rauszukramen… Gurt anlegen, Knoten knoten, Partner checken und so’n Kram. Bloß gut, gab’s ja nicht so viel Alkohol am Vorabend und so klappte das ganz gut 😉 Ich war erst mal mit Sichern dran – und dann durfte ich in die luftige Höhe steigen bzw. dem Sonnenlicht entgegen. Denn oben gabs die wärmenden Strahlen, unten am Fels war’s schon ganz schön kalt. Nach dem ersten Emporkommen war die Angst dann dahin. Fazit: Es klettert sich wesentlich entspannter am Felsen als in der Halle! Und es war gut, dass die Jungs drauf bestanden hatten, raus zu gehen! Nun hieß es also drei Stunden das Gelernte anwenden, am Fels austoben und ein wenig die Aussicht zu genießen. Und bei all dem Spaß legte ich dann nebenbei noch mal noch die Toprope-Prüfung ab und darf nun damit angeben, zumindest bei gelegten Routen Bescheid zu wissen…


Abgerundet wurde dieses bombastische Wochenende noch durch einen Besuch bei meiner neuen Flamme Malte (6 Monate!). Der kleine Stinker zieht mich mit seinem süßen Grinsen immer wieder in seinen Bann 🙂