Schlagwort-Archiv: Ken Follett

Stranger than fiction

Man nehme ein Sofa, das ein oder andere Glas Wein zu sich und packe die vor Ewigkeiten erwähnte CD in die Playlist und heraus komme ein grinselreicher und sehr entspannter Abend… 😀

Damals war’s… als ich die Hand von Mr Follett schütteln durfte* und mich vorher so verrückt gemacht hatte wegen meines Englischs… damals, als ich seine Bio rauf- und runterlas, um nicht wie der letzte Trottel da zu stehen. Gebraucht hatte ich davon damals übrigens nix… Gehabt habe ich davon ein ich-bin-so-alt-wie-dieser-Mensch-Bestsellerautor-verflucht-bin-ich-winzig-quasi-ein-nichts-Gefühl und 🙂 einen kurzen Musikplausch mit Ken Follett himself 🙂 Dass ich es damals nicht geschafft hatte wenigstens eine Hörprobe seines Hobbymusikkönnens im Internet zu finden, hatte mich schon ein wenig gefuchst und mich den Mut aufbringen lassen, ihn danach zu fragen. So gewurmt hatte mich das aber auch nur, weil er ausgerechnet Bass spielt. Eins meiner Lieblingsinstrumente und eben das Instrument, auf das mein Ohr dank eines lieben selbst Bass spielenden Freundes so sehr geeicht ist… Sonst hätte ich es vermutlich abgetan und gar nicht weiter darüber nachgedacht. Hoochie Coochie ManSo aber fuchst es mich tatsächlich auch heute noch ein wenig, dass ich es nicht geschafft hatte. Denn nachdem er mir alle Infos noch mal aufgeschrieben hatte, sah ich am nächsten Tag dann auch, dass ich genau einen Klick entfernt gewesen war, von dem, was mein Ohr so sehr begehrte… *grmpf*
Nun aber weiß ich zumindest aus erster Hand, dass er ab und an immer noch in Soho auftritt… und so werde ich bei meinem sehr wahrscheinlich wieder und dann auf jeden Fall länger stattfindenen nächsten Londontripp die Augen ganz genau aufhalten, um ihn vielleicht auch noch mal live spielen zu sehen / hören 🙂 Dat wär’s ja. Gerüchteweise soll er ja auch schon auf Buchmesseparties in die Saiten gegriffen haben. Aber das wird wohl vor dem Erscheinen seines nächsten Werkes nicht noch mal passieren… und ob ich dann…

So habe ich aber erst einmal dieses wundervolle kleine Schmuckstück an witzigen Autorenmusikstücken hier bei mir und erfreue mich an dieser herrlichen Hobbymusik.** Denn das ist genau der Anspruch, den jeder einzelne auf dieser Platte – alles Bestsellerautoren – hat und so darf die Musik genau so klingen, wie sie klingt… Manchmal ganz schön schräg. So weiß das Gesicht z.B. nicht… wenn Stephen King Stand by me zum Besten gibt… ob es nun grinsen oder sich vor uh-is-das-schief verziehen soll. Meistens grinst es 😀 Ganz herzallerliebst ist es wenn Tananarive Due „Proud Mary“ singt. Und natürlich geht es unter die Haut, wenn Ken Follett nicht nur als Bassist sondern auch als Sänger ganz bluesig den „Hoochie Coochie Man“ gibt…
Damals… 1998 erschien also bei „Don’t quit your day job“ Records dieses kleine Kunstwerk und bot für musikbegeisterte Autoren eine Plattform sich auf diesem Gebiet auszutoben. Das ganze geschah natürlich nicht ohne Hintergedanken. Die Erlöse der Platte gingen bzw. gehen an Vereinigungen wie P.E.N. oder anderen von den Autoren ausgesuchten Charity-Programmen. Wenn man bei Youtube ein wenig rumstöbert findet man dann auch diverse Aufnahmen von eben jenen Autoren, die sich wohl nach wie vor einmal im Jahr als Rock Bottom Remainders zusammen finden, um sich für verschiedene literarische wohltätige Zwecke stark zu machen. Und so mag ich die Philosophie hinter dem Projekt… „Don’t quit your day job“ – aber mach Musik, weil sie dir Spaß macht… naja, und dass das dann ab und an schräg und schief klingt (wie in der Ankündigung zum Ablum vorgewarnt wird: „…and yes, it’s just as bad as you might expect“)… Herje. Es geht ja um den Spaß… 🙂

*Hach, und ich mag dieses Foto nach wie vor so sehr.
**btw… bei meinem leidenschaftlichen „Dr. House“ Konsums habe ich auch noch diese Herrlichkeit entdeckt, die noch darauf wartet in meinen Besitz zu gelangen…

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Shakin‘ hands with Ken

Wat flogen sie vorüber, die zwei Stunden – mit Ken…

Wie auch immer er es geschafft hatte, der liebste aller Lieblingskollegen… am 17. November sollte er tatsächlich da sein – der Ken. (Ich gebe an dieser Stelle zu, dass ich noch bis zum 17. am Morgen damit gerechnet habe, dass ein Anruf kommt, der mitteilte „Ätsch, doch nich!“)
Bis zur Buchmesse war das Ereignis eins wie viele andere auch… Naja, der kommt da halt… Auf der Fahrt von der Messe dann, wurde mir, glaube ich, das erste Mal so richtig bewusst, dass da mir da ein ganz großer über den Weg laufen können könnte. Bis dahin, ging ich auch noch gar nicht davon aus, dass ich ihn auch wirklich sehe. Auch zwei Wochen vorher nicht. Der Besetzungsplan sah nämlich so aus, dass es nicht gehen könnte und ich hatte mich eigentlich schon damit abgefunden, dass dieses Ereignis ohne mich stattfinden würde. Erst der liebste aller Lieblingskollegen stupste mich auf die Idee der Umbesetzung, die alles zum Funktionieren bringen könnte. Und tatsächlich klappte es. Mein Sehen von Ken war also gesichert.

Wie auch immer es dann wiederum geschah, was dann geschah… am 17. November sollte ich mit zum kurzen Vorherplausch – mit Ken. (Auch hier rechnete ich ja bis zum 17. am Morgen wiederum mit einem Anruf, der mitteilte „Ätsch, doch nich!“)
Bis ich das jemandem erzählte war das Ereignis wieder eins wie viele andere auch – nur, dass ich mich vor der Qualität meines Englischs fürchtete (und die alte Angst, kein Wort rauszubekommen, weil da in der Runde jemand viel besseres können könnte als ich). Mein „OMG, OMG, OMG“, dass in meinem Kopf rumschwirrte, hatte bis dahin völlig verdrängt, was da eigentlich tatsächlich passieren können könnte. Erst ein kleines direkt gezwischtertes *kreisch* brummte mir mit aller Wucht auf, dass ich auf Ken Follett – DEN Ken Follett – treffen sollen sollte und zwar nicht mal einfach nur so kurz zum Buch hinlegen, rinschreiben lassen und dann wieder gehen.

Mit einer Punktlandung kamen der liebste Lieblingskollege und ich an. Nur zwei Minuten später und wir hätten unsere Chance vertan gehabt. Denn er kam überpünktlich an. So schlüpften wir noch schnell mit hinein zum kurzen Vorplausch – mit Ken. Der Kopf hatte den ganzen Vormittag Zeit gehabt sich verrückt zu machen. Und so war es ersteinmal ganz schön befremdlich IHM gegenüber zu stehen, IHM die Hand zu schütteln. Dat Hirn wollte sich auch noch nicht so richtig beruhigen als man mich plötzlich auch noch neben ihm platzierte. *urgs* Da saßen wa nun. Ich neben dem Mann, der genau so lange ein Bestsellerautor ist, wie ich lebe. *urgs* Mit Smalltalk kommt man da sicher weiter. Und *uff* das Eis war gebrochen. Seine unglaublich knuffige Übersetzerin sorgte dafür, dass der kurze Vorplausch wie im Flug verging (und stahl ihm an mancher Stelle mit ihrem verschmitzten Lächeln auch schon mal die Show 🙂 ). Auf dem Weg zur Buchhandlung verpflichtete ich Ken Follett dann noch fix mir zu verraten, wie ich seinen aufgenommenen Song im Internet finden könne – doch dann ging schon die Arbeit los. Sowohl für ihn (man, kann der Autogramme geben… Beim Anblick der Schlange vor und im Laden ging ich echt davon aus, dass der letzte in dieser Schlange leer ausgehen würde) als auch für mich (ich hatte mir an diesem Tag als Webmaster noch auf die Fahnen geschrieben die Live-Berichterstattung vorzunehmen und ordentlich Fotos für die Nach-Berichterstattung zu sammeln).

Diese zweite Stunde war eine recht merkwürdige… Nach tatsächlich knapp 30 Minuten waren die Menschenmassen fast verschwunden. Nach diesen tatsächlich knapp 30 Minten dachte ich, es wäre schon zwei Stunden später. Da war innerhalb kurzer Zeit so viel passiert. So viele strahlende Gesichter zogen an mir vorüber. So viele Blitze blitzten über den Signiertisch. So viel Stimmengewirr zog durch den Laden. Wahnsinn.
Abends, beim Bilder durchforsten, blieb ich immer wieder an einem hängen, das die Masse an Passiertem in einem winzigen Moment festhielt.

Mein allerliebstes Foto von diesem Nachmittag… Wie sie sich anstrahlen, die beiden alten Männer… So rasch ging der Moment vorbei und trotzdem haben die beiden sich während dieses Blicks vermutlich unglaublich viel erzählt 🙂
Die zwei alten Männer und das Buch

Beim Rauslaufen erinnerte ich Mr. Follett noch einmal an sein Versprechen und somit hielt ich dann auch alle Angaben für einen neuen tollen (noch viel tolleren als ich es zu dem Zeitpunkt auch nur ahnte) Musikfund in den Händen. Dazu aber zu gegebener Zeit noch einmal mehr 🙂

Dann blieb nur noch ein schnelles verabschiedendes Händeschütteln und der Kreis schloss sich. Die Autotür auch. Weg war er wieder und der Kopf fragte sich, war das jetzt gerade eben alles wirklich real gewesen?

Das ein oder andere wird ähnlich wie bei meinem großen Sprung vor ein paar Monaten noch ein wenig brauchen und vor allem immer wieder zu den unmöglichsten Gelegenheiten durch eine winzigkleine Kleinigkeit wieder hervorgeholt werden und ein breites Grinsen auf mein Gesicht zaubern. Ähnlich wie beim großen Sprung dachte ich übrigens auch hier wieder:

Noch mal! Noch mal! 🙂

#5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest

Hm. Das festzulgen ist ähnlich schwierig wie das Lieblingsbuch, weil ich vermutlich 98 Prozent der im Bücherregal stehenden Bücher gern noch einmal zur Hand nehmen wollen würde. *sehnsüchtigzumRegalrüberstier*
Als ich die Gehölzliste aber am Anfang durchging und spontane Buchtitel einfing, blieb da auch ganz schnell eins hängen und es ist dann auch das, was ich tatsächlich am häufigsten gelesen habe. Von daher ging das Festlegen dieses Buches zumindest schneller. 🙂

Nachdem ich diese Woche nun endlich mit dem „Sturz der Titanen“ fertig geworden bin (es reiht sich in die Reihe der würde-ich-gern-noch-mal-lesen-Bücher ein!!), kann ich nun also passend dazu das Buch, das ich immer und immer wieder lesen kann, auflisten:

Die Säulen der ErdeEs ist die Geschichte von Tom Builder, dessen Ziehsohn Jack und wiederum dessen großer Liebe Aliena im mittelalterlichen England. Und es ist die Geschichte vom Traum, die größte Kathedrale der Erde zu bauen. Auf den „nur“ knapp 1300 Seiten kann man sich auf eine wundervolle Zeitreise begeben. – So, nun habe ich natürlich schon wieder die allergrößte Lust das Buch zu schnappen (wenn ich es nicht verliehen hätte und vermutlich nicht mehr wiederbekommen werde, was sehr schade ist, weil das mittlerweile ein richtig schön zerlesenes Exemplar war), aaaaaber ich kann mich auch bis zum 15. November gedulden und mir das ganze dann im Fernsehen anschauen… und gucken, ob ich die Begeisterung von Ken Follett über die Umsetzung teilen kann 🙂

Und noch eine hibbelige Vorfreude macht sich ob der ganzen Ken-Follett-Lektüre und -Verfilmung in mir breit: Am 17. November kommt er in die Singener Filiale von Buch Greuter zur Signierstunde. Wuaaaaa. Da werde ich mich wohl auf den Weg hin machen und ihm meinen dicken Titanen-Wälzer zum Signieren vorlegen 🙂

Hachz!

#2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

Sturz der TitanenPst. Da werde ich vermutlich schon wieder vorlesen… Denn als nächstes steht ein dicker Schinken auf dem Plan: Ken Folletts Auftakt zum neuen Dreiteiler – „Sturz der Titanen“ *hibbeligeVorfreude* Hach, ich hab schon reingelesen und es ging schon richtig schön los. Ich hoffe, dass Mr. Follett das auch über die restlichen 1000 Seiten hält…
 
 
 
 
 
 
 

Der Trailer mit Gänsehautfaktor spricht auf jeden Fall dafür: