Schlagwort-Archiv: Kaisergebirge

Urlaubsrückblick – Tag 6

Tour des sechsten Tages
Gemütliches Aufstehen… allerdings unter extremen Rückenschmerzen, die aber im Laufe des Tages wieder weggelaufen werden sollten. Alles zusammenpacken und auf zur letzten Tour: Großzügig einmal um den Walchsee drum rum. Also blau ist langweilig. Aber es ist die erste Tour, bei der nicht jeder für sich, sondern alle zusammen laufen und somit ist blau lustig 🙂 Noch einen Zwischenstop im Seecafé, die letzten Postkarten verfasst und dann wieder ab Richtung Heimat und somit Richtung Alltag.

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Urlaubsrückblick – Tag 5

Tour des fünften Tages
Am Morgen also ab ins Tal. Wir waren überraschender Weise mal vorm Bruderherz da, weil der unbedingt’ne Abkürzung gehen wollte… Schon ging’s weiter zum Treffpunkt mit Bruno, der den Paps in und durch die Lüfte bringen sollte. Und dann gingen meine Selbstzweifel los. Bruno war von einem Schlag Mensch, der aus mir ein kleines Etwas ohne Selbstbewusstsein macht. Da wird die taffe Frau, die ihr Leben vollständig allein meistert innerhalb kürzester Zeit zu einem kleinen Häufchen Nichts und mein ganzes Lebenskonzept, mit dem ich mich eigentlich sauwohl fühle, wird in Frage gestellt. Warum genau, muss ich mal noch rausfinden! Mit dem Zusammentreffen von Bruno wurde auf jeden Fall alles ganz schnell und groß und Innehalten ging schon mal gar nicht. Die Folge war also… ich baute still und leise einen kleinen Depri auf. Vielleicht holten mich nun aber auch nur die Strapazen der letzten Tage ein und der Körper rebellierte einfach nur gegen noch mehr Action?!

Der Paps hob also in die Lüfte ab – ich sprang in Gedanken noch mal aus dem Flugzeug und freute mich für den Paps 🙂 Während er flog, spielten die Kinder in der Kaiserwelt ^^ und ich verlor gnadenlos beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel 😦

Nachdem Bruno uns am Nachmittag die coolsten Stellen in Österreich runtergerasselt, von den härtesten Wandertouren vorgeschwärmt und uns die Einstiege dazu im Affentempo gezeigt hatte, konnte ich schließlich endlich meinen Depri in Worte fassen und irgendwie auch deutlich machen, dass ich doch in’ner völlig anderen Wanderliga spielte. Das hieß natürlich nicht, dass die Selbstzweifel ausgeschalten wurden, aber es hieß, dass ich die Tour für den nächsten Tag bestimmen durfte oder auch musste (??) und somit für einen ruhigen Ausklang unseres Wanderausflugs sorgen konnte. Das Wasserkind entschied sich also für’ne leichte Tour um den Walchsee und bestimmte somit auch, wo genächtigt werden sollte. Die Mücken sollten an diesem Abend einen herrlich gedeckten Tisch bekommen… Innerhalb von drei Stunden waren meine Füße mit Stichen übersät…

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Urlaubsrückblick – Tag 4

Tour zum Auto am vierten Tag

Okay, es waren nur zwei Stunden. Aber es war ein echt beschissener Weg. Steil bergab und als es mit den Oberschenkeln fast gar nicht mehr ging, fingen die Stufen an. Also, wer sich das mit den Stufen ausgedacht hat… der möge sich bitte kurz bei mir melden, damit ich all meine aufgestauten Flüche der letzten vier Tage bei ihm abladen kann!!! Wir kamen wieder unten an. Am Auto. In der Zivilisation. Es war recht merkwürdig wieder inmitten von Menschen, Straßen und Autos zu sein. Es war tatsächlich alles viel viel schneller als in den Tagen zuvor…

Dabei sollte es ein ruhigerer Tag werden. Erst mal Flugschule für Paps‘ Tandemparaglidingflug finden (ich wollte ursprünglich ja auch, aber es wurde mir dann doch zu teuer), dann ab zum Badesee nach Going, den ich schon Monate vorher auserkoren hatte, weil er so malerisch verträumt vorm Wilden Kaiser lag. Nachdem wir die letzten Tage immer so tierisch schwitzten in der Sonne, entschied ich uns für Schatten. Ohne Bewegung fing ich tatsächlich kurze Zeit später an zu frieren… Zwei Badegängen und einen ausführlichen Duschgang später gings zum Auto und die „kleine“ Tour für den Nachmittag wurde vorbereitet.

zweite Tour des vierten Tages

Der Schleierwasserfall war das Ziel. Dort sollte dann eine geeignete Stelle zum Campen gefunden werden. Unterwegs hatte ich nach zwei Tagen endlich noch einmal das Glück Erdbären in freier Wildbahn erleben zu können, um sie für Katja festhalten zu können. 🙂 Der Wasserfall entpuppte sich als beliebtes Kletteridyll und mit campen war da nix. Also ging’s doch noch weiter – ich hatte es befürchtet. Eine halbe Stunde später gab’s inmitten von Wiese eine kleine Jagdschutzhütte, die zum Schlafplatz erkoren wurde. Die Jungs waren ganz wild auf draußen schlafen und so hatte ich die Hütte mit den Rucksäcken und Schuhen (hm, lecker) allein. Draußen bimmelten die Kühe fröhlich vor sich hin, ein kleiner Wasserfall plättscherte, die Glühwürmchen flogen ihre Runden und der Blick auf Kitzbühl, der sich mit der Kamera einfach nicht einfangen lassen wollte, war so übermäßig genial! Genauso wie der Sternenhimmel, der mit der Kassiopeia über mir hing und mir ein paar Sternschnuppen bescherte. Hachz! Vorher gab’s noch leckere Spaghetti aus’m Topf und gemütlich ein Bierchen im Freien…

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Urlaubsrückblick – Tag 3

Tour des dritten Tages

Der Muskelkater hielt sich in Grenzen, aber ich hab sie schon ordentlich gemerkt, die Oberschenkel. Die Tour für Tag 3 kam schließlich gaaanz anders als geplant. Auf dem Feldberg (nicht DEM Feldberg) angekommen, wurde auf Grund von das-wär‘-ja-voll-der-Umweg-wenn-wir-so-laufen alles noch mal über den Haufen geworfen und spontan eine neue Tour geplant – von mir gleich liebevoll Tour 51 genannt, weil im Wanderführer nicht verzeichnet. Sie war ordentlich, aber schön. Ingesamt waren wir dann 10 Stunden unterwegs und ich war sehr sehr froh, dass dann am Abend in der Vorderkaiserfeldenhütte die Option wir gehen noch bis zum Auto über den Haufen geworfen wurde. Das wären nämlich locker noch mal 3 Stunden geworden. Über diese 10 Stunden hatte ich mir einen ausgewachsenen Sonnenbrand, einen schmerzenden rechten Knöchel und an jedem Fuß ’ne seichte Blase eingefangen. Es hätt‘ ja auch schlimmer kommen können…

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Urlaubsrückblick – Tag 2

Tour des zweiten Tages
Zeitig aufstehen und trödelig in den Tag. Dann geht’s los. Sechs Stunden durch die Gegend. Mal mit viel Sonne. Mal mit ein wenig Schatten. Kalt is das dann aber auch nicht. Die in rot auf am Wegesrand liegenden Steine geklatschten Wegmarkierungen sind nicht sehr vertrauenserweckend. Mit der Auskunft im Kopf, wir gehen heute noch auf knapp 1500 m, wird jeder Schritt nach unten zur reinsten Tortur! Gefühlt kommen auf einen Meter nach oben 30 wieder nach unten. Und von ausgegangenen 1200 m kommen wir zum Mittag auch bei 800 m an bevor es wieder nach oben ging. Und da gab es nicht einen einzigen Meter, der auch mal nach unten ging. Die Fluchphase wurde ganz schnell erreicht. Als mich dann mit jedem Stehenbleiben mind. 15 Fliegen befielen (und ich blieb oft stehen), glaubte ich mich wie kurz nach dem Verwesen zu fühlen… Ich zählte die Minuten und kotzte mit jedem Schritt nach oben. Bei jedem Blick zurück auf die echt geniale Aussicht, fragte ich mich, ob es das wirklich Wert ist.* In diesem Blick lag so viel Schmerz und es sah so toll aus. Die Übernachtsungsmöglichkeit für die zweite Nacht, das Stripsenjochhaus, kam in Sicht, die Zusatzroute für den Nachmittag kam ins Gespräch. Die Aussage, die wär freiwillig beruhigt erst mal, aber so richtig glaubte ich noch nicht dran. Und ich sollte erst mal recht behalten. Ich wollte nicht mit, ich wurde bequatscht. Und ich wurde sauer. Für mich waren doch diese sechs Stunden Überwindung genug, ich war kurz vorm Heulen und so happy angekommen zu sein. Ich freute mich nur noch auf meine hart erarbeitete Cola und auf ’ne Dusche und Entspannung und Ruhe. Wenn die zwei noch nicht genug hatten, dann sollten sie doch noch durch die Gegend pesen. Hab’s dann auch geschafft mich durchzusetzen *stolzsei* Die zwei pesten, ich duschte und kam ganz ganz langsam an. Der Muskelkater wird auch am nächsten Tag ohne zweite Tour ordentlich zuschlagen…

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*Jetzt so im Nachhinein: JA! Jeder einzelne Schritt 🙂