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Holunderblütensalbe

Und während mir mein köchelndes Mirabellen-Chutney über den Arm schwappte, erinnere ich mich an die Hollunderblütensalbe, die da im Kühlschrank steht und auf ihren Einsatz wartet. Da die ja gegen Verbrennungen helfen soll, war nun endlich ihr großer Moment gekommen. Verflixt, war das heiß gewesen… Tatsächlich hörte die Stelle nach kurzer Zeit auf zu zwiebeln und bis heute morgen hatte sich die Schwellung wieder verabschiedet. Und während des langen Tages heute, hat’se prima geholfen die Stelle nicht allzu trocken werden zu lassen, damit’se gar nich erst auf die Idee kommen konnte loszuzwiebeln.

Ich war ja skeptisch all die Zeit, aber nach diesem Notfalleinsatz, bekommt’se beide Daumen nach oben – auch wenn’se janz schön unschön riecht 🙂

Das Rezept dazu hatte ich ich auf jener Seite gefunden -> klick.

Ganz genau hatte ich damals im Juni 10 Dolden in ein 400 ml Glas gepackt und dann solange mit Öl übergossen bis alle bedeckt waren. Da ich beim Voreinkauf nicht bedacht hatte, dass mein Ölverbrauch aufgrund diverser Küchenexperimente in den letzten Monaten rapide gestiegen ist, musste ich schließlich auf einen Mix aus Oliven-, Sonnenblumen- und Sesamöl zurückgreifen. Na, scheint ja nicht geschadet zu haben… Dann den Deckel druff und ab an einen „warmen“ Ort für drei Wochen. Das war leider nicht wirklich zu bewerkstelligen… Aber auch das scheint der Salbe nicht all zu sehr geschadet zu haben. Den Rest konnte ich dann aber wieder so abarbeiten, wie es jene Seite empfahl und seit dem steht mein Salbenpott nun also im Kühlschrank und harrt der Dinge, die mir so passieren… Hoffentlich muss ich die da nicht all zu oft rausholen!

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*dazu später mehr… weil muss ja noch ein paar Wochen durchziehen. Ich hoffe aber, dass es lecker geworden ist *hibbel* 🙂

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Es prickelt!

Yeah! Heut war’s soweit… Der selbstangesetzte Holunderblütensekt durfte endlich geöffnet und ausprobiert werden. Und tatsächlich: Es sprudelte… Das war ja Angst Nr. 1, dass da nix passiert war in den zwei Wochen, die er jetzt nach dem Rezept, für das ich mich entschieden hatte (es gibt ja unzählige), noch vor sich hinbrüten sollte. Angst Nr. 2 war, dass er nicht schmecken würde. Die sollte sich auch als unbegründet herausstellen. Ein pricklig herber Geschmack machte sich breit. An so richtig schweinewarmen Sommertagen wird das sicherlich (gut gekühlt) einen wirklich oberleckeren erfrischenden Genuss abgeben. Darauf freue ich mich nun… sowohl auf die schweinewarmen Sommertage als auch auf den gut gekühlten erfrischenden Genuss 🙂

 
Ich hatte das Rezept beim Zubereiten durch zwei geteilt – meine Küche wollte einfach keine so große Schüssel hergeben. Ich hatte auf diese Hälfte an Zutaten dann allerdings 10 Dolden gepackt. Da die ersten fünf Tage, die die Holunderblütendolden in dem Wasser-Essig-Gemisch mit Zitrone und Zucker verbringen durften, hier bei mir nicht sonderlich warm waren, bin ich mir nicht sicher, wie sich das geschmacklich auswirkt. Aber so lange es schmeckt, werd‘ ich mich mal nicht beschweren 🙂
An dem Alkoholgehalt zweifle ich allerdings noch ein wenig… vor allem, weil es noch so viele andere Rezepte zum Sekt gibt, die völlig anders funktionieren und auch teilweise von anderen Zusammensetzungen reden. Na… nächstes Jahr gibt’s ja wieder Blüten… da kann ich’s ja noch mal mit einem der anderen Rezepte ausprobieren!

Bis dahin… Prost!

Holunderblütengaumenfreuden

Mein Spontanausflug vor zehn Tagen hatte mir zwar leider noch keine Holunderblüten eingebracht, aber ich wusste zumindest, wo ich sie zu finden habe… Am Freitag gab’s dann endlich die erste Ausbeute für das Holunderblütengelee, mit dem mich Katja da angesteckt hatte.. Wenn diese sich auch noch ein wenig anstrengend gestaltete. Es gab an dieser Stelle zwar unzählige Holundersträucher, aber die waren so hochgewachsen oder von so vielen hochgewachsenen Brennesseln umgeben, dass es kein rankommen gab. 20 Dolden hatte ich dann schließlich doch zusammenbekommen, so dass ich mich nach erfolgreicher Holunderblütenjagd am Freitag Nachmittag auch noch hinsetzen konnte, um sie auch von ihrer Dolde abzupopeln. [Warum geht das bei einigen superfix und bei anderen nicht? Kann man die einfachen mit geschulten Blick schon am Strauch erkennen? UND: Wie bekommt man am einfachsten diese winzigkleinen Krabbeltierchen da aus den Blüten raus? Fragen über Fragen 🙂 Letzere konnte ich mir mittlerweile da beantworten, aber so wirklich wollten die da alle auch noch nich raus…] Dann ging’s nach Rezept weiter… und zum nächsten Frühstück – also heute – gab’s unglaublich leckeren Brotaufstrich… mjammieeeee! So langsam überlege ich, ob Marmelade nicht vielleicht doch ein essentieller Bestandteil eines Superschlemmerfrühstücks sein kann 🙂

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Spontanausflug

Da hat’se mich mal wieder ordentlich angesteckt, die liebe Katja: Erst mit ihren unglaublich schönen Bildern vom Ausflug zur Holunderblüte und dann mit ihrem bestimmt unglaublich leckeren Holunderblütengelee. Verflixt. Da hatte se mich schon wieder. Das wollte ich auch ausprobieren. Und dann sticheltse noch bei Twitter rum. 🙂 Schon waren die Wanderschuhe geschnürt, der Rucksack aufgesetzt und ich auf dem Weg zu meiner vermeintlichen Holunderblütenstelle….


Meine Holunderblütenstelle war, so fiel’s mir dann wie Schuppen von den Augen, als ich endlich davor stand, die Schlehenstelle, die ich im Herbst ja nicht vergessen darf!! Auf dem Rückweg gab’s dann aber doch noch Holunder… nur war der noch gar nicht so weit. Bis auf die da oben, gab’s noch überhaupt gar keine Blüten. Womit ich mir dann auch eine Fahrt zur anderen holunderblütensicheren Stelle sparen konnte und noch ein bisschen Gegend erkunden konnte. Und an dieser Stelle ein überschwengliches Dankeschön an Katja, dass se mich dazu gebracht hat meinen Hintern hochzubekommen und loszustapfen 🙂 Ich hab endlich den See gefunden, der aber noch gar nicht der ist, den ich hier suche (andere Geschichte) uuuuuhuuuuund ich stand plötzlich vor einer Voliere mit Pfauen und Fasanen und dicken Rebhühnern und bekam das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Für diesen aufgeplusterten Pfau, den man leider gar nicht so gut erkennt, der sich schließlich auch noch mächtig für die Pfauendame ins Zeug legte, hat sich dieser Ausflug schon gelohnt. Was knapp fünfzig Meter später noch auf mich wartete machte diesen Ausflug aber erst einzigartig: Ein riesiges Wildgehege mit dieser Horde Rehe, die bloß gut auch noch alle in weiter Ferne stehen blieben und nicht ans Gatter gepest kamen. Hach schön. Und dann brach auch noch die Sonne durch die Wolkendecke. Noch viel schöner. Und das nur gefühlte* 10 Minuten Fußweg von mir entfernt! Boah! Hach! Strahl! Grins!

*Ich glaube, es waren eher 20 Minuten. Ich hab’s da ja nicht so, wenn’s um Fußwegangaben geht… Sehr zum Leidwesen fußfauler Wesen 😉