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Die Glocke, die entspannt…

…aber erst irgendwann später!

Wer hätte das gedacht?

Eine Woche lang wohnte ich während des Sommerurlaubs sozusagen Fenster an Turm mit einer Kirchenglocke. Die ersten Tage war dies ganz schön beängstigend, weil laut und ich war dankbar, dass es zwischen 22 und 7 Uhr eine Bimmelpause gab. Genervt hat sie – glaube ich – nur deshalb nicht, weil ich gar nicht mehr wusste, wie die Sache mit dem Ausschlafen ging. Und dann so ganz sachte gegen Ende der Woche hatte die Glocke, die so ein ganz klein wenig kaputt war und witzigerweise immer viel zu früh losglockte, sich in mein Herz gegongt und gehörte einfach zum Entspannungsurlaub dazu… Wie sehr sie da dazu gehörte, habe ich aber erst heute – fast sechs Wochen (OMG. Ist das schon wieder SECHS Wochen her???) – gemerkt. Da verließ ich den Kopf zugebrummt mit Arbeit und schon wieder Überstunden im Gepäck zur vollen Stunde die Arbeitsstätte. Die Glocke der Arbeitsstättenkirchturmuhr begann ihr Werk und bei mir stellte sich reflexartig ein Entspannungsgefühl ein. Ein Grinsen huschte übers Gesicht.

Zeit, den Glocken“spiel“mitschnitt aus dem Urlaub rauszukramen und zu präsentieren… Klingt jetzt vielleicht nicht so gigantisch wie es vor Ort war… muss man vielleicht mit dabei gewesen sein, um die unglaubliche Schönheit dieses Klangs nachempfinden zu können. 🙂

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Vorbeirauschender Himmel #23

Entspanntes einfach vor sich Hingedösel. – Ich weiß gar nicht, wann ich dieses Gefühl das letzte Mal hatte?! Ich genieß es einfach mal. Während im Hintergrund die eine Jazz-Playliste wegen des bevorstehenden Jazzfestivals zwecks Besuchskoordination läuft und im Weinglas der leckere fastenbrechende Weißwein mundet, nutze ich die Gelegenheit blogtechnisch den Winterschlaf zu beenden und stöbere durch kürzlich unter viel zu viel Hektik aufgenommene Abendhimmelaufnahmen…

losgeschrieben #2

  • Heute ist (fast) der Abend mit dem Terrassensitzen. Wein ist da. Musik ist da. Das mit dem Stieren muss halt nur warten… ich musste noch’n bissel was für ein paar Freunde basteln.
  • Ich fühle mich grad endlich wieder wohler in meiner Haut. Das merke ich vor allem daran, dass die Shirt’s kürzer werden. Also so zum Hosenbund hin. – Und die Überwindung von der gut gefüllten Liegewiese in Richtung Schwimmbecken zu laufen, kostet auch nicht mehr ganz so viel Kraft.
  • IHN zufällig zu sehen haut immer noch das Hirn ordentlich durcheinander. Dabei ist’s eigentlich nur dieses „Menno, warum willst du nicht mir mir spielen?“-Ding. Früher ging man da hin. Hat gefragt. Gesagt bekommen: bist doof. Und gut war. Also so grob. Heute geht das ja nicht mehr. Oder doch? Einfacher wär’s allemal.
  • 20130618_213820Gestern nach dem Joggen hat der Himmel sich mächtig Mühe gegeben. Die Farben kräftig. Das Abendblau noch viel blauer als es das sonst immer ist. 60 Minuten waren das erste Mal bei meinem diesjährigen mittlerweile schon drei Monate andauernden und tatsächlich regelmäßigen Training erreicht. Im Ohr spielte eins der aktuellen Lieblingslieder. Und ich? War einfach nur glücklich und zufrieden! Mit mir, der Welt und vor allem meinem Urlaub.
  • Trotz des entspannten und erlebnisreichen Urlaubs bekomme ich die Panik, dass der ja gleich vorbei ist, einfach nicht abgeschaltet. In den ersten Tagen war’s unerträglich. Mittlerweile geht’s besser – aber nun ist er wirklich gleich vorbei. 😦
  • 99 % der neuen Kollegen schauten übrigens sehr skeptisch, dass ich schon jetzt im Juni meinen Sommerurlaub antrete. Ich find, ich hab‘ die zwei Wochen wirklich grandios auserkoren und war/bin mit tollem Wetter gesegnet. Mal abgesehen davon, hätte ich mich auch bei zwei Wochen Dauerregen nicht gelangweilt. Nächste Woche soll’s hier dann ja wohl wieder unter die 20°C-Marke gehen. Fast Herbst schon wieder…

losgeschrieben

Der erste freie Abend. Seit – öhm – sehr lange! Keine Termine. Keine Vorbereitungsvorhaben auf kommende Termine. Die in den letzten Wochen allesamt sehr schön waren. Sowohl Termine als auch Vorbereitungsvorhaben! Ich möchte nix von allem wirklich missen! So ist ja nicht. Aber irgendwann brauch ich in der Tat meinen ganz persönlichen freien Abend. Und je seltener der kommt, desto dringender ist das Bedürfnis danach. Nach ein paar Stunden nur für mich!

Die Stunden heute waren begleitet von vielem Grinsen. Da gab’s:

  • das Eintrudeln der neuen Autofahrt-CD,
  • das Motivieren des inneren Schweinehunds, der bei der Aussicht auf Temperaturen unter 10 °C viel lieber auf der Couch gehockt hätte als mit mir die Jogging-Schuhe zu schnüren – er saß dann aber hinterher auch cool vor sich hin grinsend neben mir, während wir den Heimweg antraten…,
  • die Freude darüber, bei eben jener Laufrunde gleich zwei neue Rekorde aufgestellt zu haben,
  • das entspannte Baden nach erfolgreicher Runde mit viel Schaum, einem Glas Wein, viel schöner Mugge und dem Treibenlassen durch schöne Gedanken,
  • das Glücksgefühl, dass der Rest vom oberleckeren Wochenendessen auch heute noch genießbar war,
  • den kleinen faulen Schweinehund ein weiteres Mal geködert, den Rechner hochgefahren und einfach mal wieder losgeschrieben zu haben,
  • und: Den Welt-Schildkröten-Tag nicht vergessen zu haben… 🙂 Happy Welt-Schildkröten-Tag also allen Schildkröten- und Nicht-Schildkröten-Fans! Wirklich coole „Tierchen“!

 

Und dann…

…stehst du mitten auf dem Feld. Es ist dunkel. In der Ferne schieben sich die Autos mit ihren Scheinwerfern über die Autobahn und erzeugen monotone Gedankenschwurbeluntermalungsmusik. Der Himmel ist wolkenverhangen sternenklar. Es ist schweinekalt und der rauhe Wind umspült ruppig dein Gesicht. Mit großen leuchtenden Augen blickst du zum Himmel und denkst nicht „Scheiße, ist das kalt.“ sondern „Verflucht, warum kann das meine Kamera nicht einfangen?“

Hachz!