Schlagwort-Archiv: durch den Kopf gegangen

losgeschrieben #4

  • Ich habe nun das erste Mal einen unbefristeten Arbeitsvertrag unterschrieben. Und ich habe schon viele Arbeitsverträge unterschrieben. Ein cooles Gefühl – nachdem ich denn dann auch noch mal den ein oder anderen Passus nachbearbeiten lassen konnte. 🙂
    Irgendwie sehr befreiend nicht um die Verlängerung bangen zu müssen… Aber ich hab ja noch die Probezeit um das ausführlich auskosten zu können… Das wird passieren – auch wenn ich Arbeitgeber und Vorgesetzten eigentlich schon kenne, aber ich kenne ja auch meine Horschties!
  • Es wird in diesem Jahr das erste Mal seit Ewigkeiten keine Weihnachtspost geben. Kein Elan? Keine Zeit? Ich weiß es nicht. Aber es wird keine geben. Einfach auch deswegen, weil ich in diesem Jahr oftmals einfach losgeschenkt habe, wenn mir was passendes in den Sinn kam. Und einfach auch deswegen, weil so unter Druck, mein Hirn keine grandiosen Geschenkideen fabrizieren will. Partout nicht. Wir haben da schon drüber diskutiert… Freut euch nun alle auf den Moment da der Druck abfällt und das Hirn wie verrückt lossprudelt… [Nachtrag: Eine Weihnachtspost gab’s nun doch. Dem Hirn meinte doch einwas einfallen zu können.]
  • Allein alleine zu sein ist ein Spaziergang im Gegensatz zu allein unter vielen zu sein. Daran wird sich wohl nix ändern. Und allein alleine zu sein ist ein wesentlich entspannteres Gefühl als allein unter vielen. Vielleicht weil man an allein alleine zu sein eh nicht viel ändern kann außer schließlich – wenn’s dumm kommt – allein unter vielen zu sein.
    Alleine unter ganz vielen hingegen ist schon wieder was ganz anderes… Macht sich – so nun mein Schluß – hier unten wo ich wohne nur ganz schwer…
  • Ich freue mich trotz allen alleine-Grübeleien (und och-du-Arme-Bekundungen) sehr auf mein Alleine-Weihnachten! (Und es wird viel zu kurz werden…)
  • Manchmal purzeln Tränen… dann fallen mir ganz spontan bestimmt mindestens acht (eine recht wahllos gewählte Zahl, dennoch wird sie hinhauen) Dinge ein, die diese Tränen Lügen strafen. Und doch haben sie ihre Berechtigung und dürfen da sein. Genauso wie die mindestens acht Dinge. PUNKT.
  • IMG_2669Wie bekloppt gefreut als ich heute der mit Paketen bis oben zugestapelten Postbotin fast in die Arme gerannt bin und sie auch eins (das natürlich schönste!!1elf) für mich dabei hatte.
    Isch dank dir wie verrückt, liebe Katja! Und nein, ich platze kein kleines bisschen vor Neugier! Nö. Nö. 😀
  • Wie auch schon im letzten Jahr darüber geärgert, dass die Post am letzten Sonntag vor Weihnachten seine Angestellten losschickt um Pakete zu verteilen statt sie im Kreise ihrer Familien sich den letzten Weihnachtsvorbereitungen hingeben zu lassen… Ich versteh schon wieso… ich würde mich aber auch wie bekloppt über das schönste Paket aus einer Paketauslieferung am 27. freuen! Irgendwo sollte es eine Servicegrenze geben und die Weihnachtszeit wäre eine grandios schöne!
  • Es sind nur noch 10 Tage und davon 4 Arbeitstage bis zum Start ins neue alte Arbeitsleben. \o/ \o/
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Gedankengeschnetzeltes #12 oder: An Schlafen ist heute vermutlich sowieso nicht zu denken…

…da kann ich auch einfach losschreiben und den ersten Schritt aus der Schreibversenkung wagen.

Denn morgen wird so was von Schattengehopst: Da wird die Kündigung abgegeben. Boah! Wat’n Schiss, den ich habe… und dabei müsste ich überhaupt gar nicht. Denn ich will ja da fort. Und das nicht erst seit gestern. Das ist ja nun tatsächlich auch schon wieder fast ein Jahr her. Herje, wie lange man so einen Mist mitmachen kann. Puh.

Faszinierend ist ja… dass das, was ich vor fast einem Jahr schrieb, hier schon wieder gilt:

…wie lange ich so einen Mist immer nur mit mir selber ausmache bzw. wie ich das, wenn mich denn jemand darauf anspricht, wunderbar vor mir herschieben kann – und dann vermutlich den ein oder anderen mit meinen dann nach außen wirkenden urplötzlichen Entscheidungen überrumpele.

Okay, da drüben bei Twitter, da plautze ich dann doch ab und an mal mit irgendwelchen Andeutungen raus… aber so richtig wirklich, passiert das meiste doch in mir und mit mir selbst.

So auch die paar Schritte zu morgen… Im Oktober ging’s los. Da plauderten der Lieblings-Ex-Kollesche und ich über vergangene Zeiten… und dass es doch schön war, gemeinsam im Team… und dass es doch schön wär, wieder gemeinsam im Team… und dass er ja schon noch jemanden brauchen könnte. Ein paar Tage später stand er dann plötzlich in dem Laden, in dem ich mein Dasein friste(te), sah das ganze Elend und meinte nur: „Ich hol dich hier raus!“, was ich mit einem „Oh bitte!“ quittierte. So wurde das Gedankenkarussell angeschmissen. Vor- und Nachteile abgewägt und Vorfreude geschürt. Wieder ein paar Wochen später dann ein Treffen, dass quasi synchron mit den Fragen begann „Du, wie ernst war denn eigentlich dein ‚Ich hol dich hier raus!‘?“ und „Du, wie ernst war denn eigentlich dein ‚Oh bitte!‘?“ 🙂 Danach ging’s ja dann doch recht flott. Gespräche wurden geführt, Abmachungen getroffen, Vorschläge unterbreitet und Zusagen hin- und hergemailt.

Und so wird es morgen soweit sein… Die Kündigung wird abgegeben und zwei Menschen werden sowas von vor den Kopf gestoßen sein, weil die das ganze Drama vermutlich nicht haben kommen sehen, weil mögliche Unannehmlichkeiten werden da lieber mal ignoriert. Dann gibt’s die auch nicht. So einfach ist’s. Was aber ja eigentlich überhaupt gar nicht mein Problem sein sollte. Genau so wenig wie die in meinem Vertrag verankerte Mindestkündigungsfrist, die – wenn man die richtig ausreizt – mal eben zu einem Engpass führt. Letztere lässt nun aber seit Tagen mein schlechtes Gewissen so was von in die Höhe schnellen. Nicht den zwei Menschen gegenüber sondern eher den anderen Kolleschen gegenüber, die die miese Laune und Willkür der zwei Menschen dann auszubaden haben. Ich komm‘ dabei dann ja verhältnismäßig gut bei weg, denn ich bin in 40 Tagen / 26 Arbeitstagen weg und darf die neue Stelle antreten…

…die neue Stelle zurück im Buchhandel. Zurück beim alten Arbeitgeber. Die neue Stelle, die für meine Begriffe sogar verhältnismäßig lange gesichert ist. Die neue Stelle, die schließlich auch endlich eine (abschließende??) Auseinandersetzung mit der Frage unumgänglich werden lässt, was denn mit der Kleinen Idee ist? Was mit all den kleinen Ideenkumpeln passiert?

Nachdem im Juli die Übernahmeverhandlungen ins Stocken gerieten bzw. nach heutiger Sicht zum Stillstand gelangten und seitdem von meiner als auch von der anderen Seite nicht mehr aufgenommen wurden, wurde die Kleine Idee sehr leise. Sie wuselte schon immer noch still und heimlich vor sich hin und wedelte ab und an mit dem Zettel und dem Stift vor meiner Nase, damit ich einen neuen kleinen Ideenkumpel gebären könnte, aber die Luft war raus. Hinzu kamen Entwicklungen in der Stadt, die das ganze Projekt arg ins Wanken brachten. Daraus resultierte die unterschwellig sich festsetzende Erkenntnis, dass ich einfach mal keinen finanziellen Hintergrund habe, der irgendwelche Luxusexperimente erlauben würde – vielleicht auch die Erkenntnis, dass ich nicht genug Vertrauen in mich UND die Branche habe, um dieses Luxusexperiment zu wuppen.

Der Gedanke, die Kleine Idee zu Grabe zu tragen, war kein schöner, aber doch einer, der immer wieder hochkam und mich statt dessen auf den anderen „Ausweg“ mit dem Fernlehrgang zu konzentrieren. Nachdem schließlich vor neun Tagen eine erste Zusage für die neue Stelle eintrudelte (der Skeptikhorst ist da ja noch sehr skeptisch gewesen), wuselte da plötzlich wieder eine Kleine Idee wie verrückt los und meinte, ich könne all die vielen, vielen Sachen, die wir uns in den letzten ungefähr 18 Monaten so ausgedacht haben, unbedingt und dringend auch bei der neuen Stelle mit einbringen und sie selbst könne weiterhin mit ihren Kumpels fröhlich vor sich hinwuseln und neue Sachen aushecken. An dieser Idee arbeiten die Kleene und icke dann also in den nächsten Wochen. Wir werden in den Lesewelten ein wenig aufräumen und schauen, wie wir weitermachen können und aus der Kleenen dann möglicherweise eine andere groß werden lassen. 🙂 Dick genug ist der Ordner in jedem Fall.

Diesen Gedanken fest gehalten, werde ich mich nun ins Traumland begeben und mich für den großen Übergabemoment wappnen. (Wird ja bestimmt und hoffentlich und sowieso halb so schlimm wie jetzt vermutet!1elf)

Gedankengeschnetzeltes #11 oder: Warten, warten, warten

Heute lief das Angebotsultimatum aus.

Nach zwei Wochen warten nun die große Gedankenkreiselei: Bin ich gescheitert? Gebe ich zu früh auf? Und: Warum zur Hölle kann sich keiner an Termine halten? Letzteres passiert mir in letzer Zeit so oft. Ich werde wohl demnächst irgendjemanden, der mit meiner aktuellen Wartearie überhaupt nichts zu tun hat, so was von zur Schnecke machen, weil ich just dann denken werde, jetzt ist Schluss. Ich möchte mich schon jetzt dafür entschuldigen! Was ich in den letzten Wochen verstanden und vertagt habe, um noch mehr zu verstehen und neu zu planen… das geht auf keine Kuhhaut… oder aber eben auch keine Corinahaut.

Zurück zu einem der Hauptwartegründe: Seit Anfang des Jahres warte ich, dass die derzeitigen Besitzer meiner Wunschbuchhandlung in die Puschen kommen und konkret werden. Irgendwann stand da tatsächlich auch mal ein konkretes Datum im Raum… nur mehr halt auch nicht.

„Zum jetzigen Zeitpunkt können wir keine weiteren Informationen liefern.“ „Jetzt müssen wir ersteinmal Urlaub machen.“ – Spätestens nach diesem Satz platzte mir zumindest innerlich schon mal die Hutschnur und der erste Gedanke der Hinhaltetaktik machte sich breit. Nachdem ich den Satz ein zweites Mal hörte – einen Urlaub später quasi – bin ich mir bei der Hinhaltetaktik eigentlich recht sicher. Nur eben das „eigentlich“ und die Hoffnung, die lassen mich ganz geduldig weiterwarten – oder eben auch nicht mehr. Während des letzten Urlaubs verstarb plötzlich ein naher Verwandter des Besitzers. „Sie müssen verstehen…“ war in diesem Moment natürlich ein mehr als verständliches Argument. Danach ging’s weder vor noch zurück. Bis mich die Panik überkam. Wenn das irgendwann mal in den Raum geworfene Datum tatsächlich eingehalten werden sollte, dann habe ich zumindest noch unglaublich viel zu tun. Da hilft bei aller Nächstenliebe kein Verständnis… und mein Unverständnis, wie das in einer ganz normalen Geschäftsbeziehung bitte funktionieren soll, wurde immer größer. Nun bin ich diesbezüglich vielleicht der komplette Gefühlskrüppel, aber als damals vor Jahren mein Stiefvater verstarb, bin ich – nach der Mitteilung darüber – in meinem öffentlichen Verkehrsmittel sitzengeblieben und habe, wie man das von mir an diesem Tag erwartete, meinen Dienst an meinem Arbeitsplatz getan. Ich bin überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass das ein Grund hätte sein können aus meinem Alltag auszubrechen und alles stehen und liegen zu lassen. Vielleicht nicht die gesündeste Art, aber die Gründe dafür liegen dann wohl an einer ganz anderen Stelle begraben. Auch alles andere diesbezüglich habe ich ganz arbeitgeberfreundlich in meinen Alltag hineinorganisiert. Weil man das ja so macht – nahm ich an, damals.

Wie auch immer. Das Schreiben des Angebots, das Setzen einer Frist, sollte – so der Tipp von IHM, dem Berater – den Besitzern ausreichend Zeit einräumen, bei all ihren Organisierereien sich auch mit ihrem ganz persönlichen Projekt auseinander zu setzen. Klang plausibel. Finde ich auch immer noch. Aber nix. Nada. Niente. Keine Reaktion. Ist ja auch nicht so, dass ich sonst nichts zu tun habe: Ich gehe 40 1/2 Stunden in der Woche einem Job nach, der mir keinen Spaß macht und bei dem ich mich zu Tode langweile. Ich kann mich nicht neu bewerben, weil mich keiner einstellt, wenn ich erwähne, dass ich mich in ca. einem halben Jahr evtl. selbständig machen möchte. Ich büffele ca. 10 Stunden in der Woche für meine Defizite bezüglich der Übernahme (und natürlich auch für eine Jobalternative, falls das mit dem ganzen Projekt doch nichts wird) an meinem Buchhalter-Kurs. Ich versuche 3x in der Woche mein Glück und Ausgleich beim Sport, was ich brauche, weil ich sonst vor Lethargie eingehe und völlig energielos durch die Woche eiere. Ich versuche zumindest so halbwegs ein Privatleben aufrecht zu halten – und nicht nur weil in so ziemlich jedem Ratgeber zur Selbständigkeit steht, dass die Freunde (Familie gibt es hier unten ja nun mal nicht) der wichtigste Rückhalt während des Wegs zur Selbständigkeit sind, sondern ich auch einen Ausgleich für all den Stress brauche. Dass sich ein Teil der „Freunde“ dann noch in den Reigen der „Du musst verstehen“-Arie mit einklinkt, lassen wir an dieser Stelle mal außen vor. Na, und weil das ja alles noch nicht ausreicht, stirbt der Mann meiner Vermieterin, lässt sie Eigenbedarf an meiner Wohnung anmelden und verdammt mich so zu einem völlig außerplanmäßigen Umzug in einer Zeit, in der ich das nun so überhaupt nicht gebrauchen kann. Ich verstehe das natürlich und will ihr natürlich auch nichts böses! Aber die Bank – sollte das überhaupt alles doch noch was werden – wird ganz sicher kein Verständnis für einen nicht korrekt ausgearbeiteten Businessplan aufbringen, wenn ich der das damit versuche zu erklären. Womit ich also versuche alles unter einen Hut zu bringen… und mich wieder die Frage stellen lasse: Warum zur Hölle kann sich keiner an Termine halten?

Ich werde nun die Nacht zum Grübeln nutzen, was ich morgen in der Mail an die Besitzer schreibe, um ihnen eine Antwort abzuluchsen…

Was dieser Sommer hoffentlich noch mit sich bringt…

…wenigstens 1x mit’ner Flasche Wein und guter Musik im Ohr in der Nacht auf der Terrasse sitzen und in eine sternenklare Nacht stieren. Ich mummel mich dazu dann auch gerne in eine Decke ein.

Ein Bett, ein Bett… ach ja und Rotkohl…

Ein Bett, ein Bett! Ich habe nun ein Bett!

Nicht, dass das unbedingt sehr aufregend wäre… aber es ist mein allererstes selbstzugelegtes Bett. Das allein ist natürlich immer noch nicht sehr aufregend… aber dieses Bett ist nicht nur ein Bett. Es ist gleichzeitig auch ein Ankommen! Hier wohne ich, hier fühle ich mich wohl, hier will ich nicht mehr wegziehen, hier bin ich daheim! Von mir aus auch: Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein 😉

Irgendwann im Laufe der letzten Monate ist der Groschen auch endlich bei mir gefallen! Ich bin angekommen! Ich muss nicht mehr suchen… nach dem perfekten Ort zum Leben und überhaupt nach dem perfekten Leben! Diese innerliche fast panische Anspannung, die Koffer wieder packen und wieder irgendwo von vorn anfangen zu müssen, um endlich so richtig glücklich zu werden, ist weggefallen. Und mit diesem Bett hier in meiner Wohlfühlwohnung, dem Ort, an dem ich am Abend gern nach Hause komme und ich mich, wenn’s sein muss, einigeln oder aber nach Herzenslust liebe Menschen einladen kann, ist diese Erkenntnis noch ein Stückchen mehr unterstrichen! Das heißt nun ganz sicher nicht, dass ich nicht noch einmal umziehen werde. Das ganz bestimmt nicht. Aber es heißt, dass ich endlich begriffen habe, dass ein „Neuanfang“ nicht immer von vorn anfangen bedeutet! Ich kann mich von HIER aus weiterentwickeln, von HIER aus auf altem neu aufbauen. Das kräfteraubende Einleben, und Neuentdecken kann wegfallen und die Energien auf die viel wichtigeren Dinge gelenkt werden!

Deshalb also: Ein Bett, ein Bett! *freu*

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Richtig, und weil der Tag heute ein wenig auch wie Weihnachten war, gab’s heute noch eine Portion Glück aus der Dose… Yeah! Wohlfühlschlemmerrotkohl 🙂

Wohlfühlschlemmerrotkohl

So… und jetzt muss ich ins Bett!

Habt eine gute Nacht!!