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Es gibt ja so Bücher…

…bei denen lechzt man nach jeder nächsten Seite. Nach jedem nächsten Satz. Ach was… nach jedem nächsten Buchstaben. Gleichzeitig bereut man jeden nächsten Buchstaben… Bedeutet es doch, dass dieser das Ende des Buches unaufhaltsam näher bringt und die große Leere, die einen ergreift, sobald man das Buch zuschlagen wird, unaufhörlich begreifbarer macht.

Das Labyrinth der Träumenden BücherEin solches Buch ist der neue Moers.
Hach, wie grinse ich mit jedem neuen Satz, den ich lesen darf. Hach, wie ich jeden beneide, der jeden dieser Sätze noch vor sich hat…

Jeder fantastisch angehauchte Büchernarr muss das (oder doch zumindest „Die Stadt der Träumenden Bücher“) gelesen haben. Meine Meinung!

 
Nun hoffe ich natürlich, dass es in der zweiten Hälfte so weiter geht wie die erste begann. Ich geh das mal besser gleich überprüfen… wusch’n’wech!

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Ui! Is die süüüüüüß!

(Bevor die arme Katja vor Neugier stirbt und mir da drüben mit noch mehr Puschelcontent kommt… werd ich mal ganz schnell auflösen, wem dat Beinchen gehört 🙂 )

Da kam’se also gestern an… „Die kleine Spinne Widerlich“. Hach und hatte mir damals im Juli die erste kleine Vorschau schon ein kleines *quiek* entlockt, war die Freude mehr als riesig als sie mich gestern komplett aus der Bücherkiste anschaute.

Die kleine Spinne Widerlich

Diana Amft (ihr wisst schon die, die da bei „Doctor’s Diary“ mitspielt – der Hype darum ging an mir ja völlig vorbei) hat da ein echt knuffiges Anti-Ekel-Spinnen-Buch herausgebracht. Zusammen mit den unglaublich knuffeligen Illustrationen von Martina Matos ist dieses Buch ein kleiner Schatz. Hachz.

Ich weiß ja nicht, wie das Buch auf jemanden wirkt, der tatsächlich Angst vor Spinnen hat, aber ich, die Spinnen aus ihrer Wohnung nur vertreibt, wenn sie mich erschrecken, weil se denken, es wäre ganz lustig plötzlich von oben auf mich runter zu plumpsen… also ich hab das Bedürfnis, die kleine Spinne Widerlich in die Arme zu nehmen und ordentlich zu knuddeln.

Und dann… dann schlägste das Buch auf… und hach… da siehste die ganze Familie inkl. beste Kumpels… Mama, Oma Erna, Tante Igitte, Punki, Mucki, Bella, Onkel Langbein, Miro, Niesi und eben Widerlich in einer bezaubernden Familienbildergalerie… *schwups* sitzt die kleine Spinne „in ihrem ersten selbst gesponnen Netzt und denkt nach.“ Darüber, warum die Menschen Angst vor ihr und ihren Lieben haben… Ein guter Grund allen mal einen Besuch abzustatten und der Frage nachzugehen… Am schönsten ist ja Punkis Antwort:

„Ich weiß nur, dass ICH Angst vor IHNEN habe. Doch dann stelle ich mir vor, dass sie Familie haben – so wie wir: Cousins, Cousinen, vielleicht sogar einen kleinen Bruder … Und das nimmt mir ganz viel Angst.“

-Punki in „Die kleine Spinne Widerlich-„

Schrub ich schon „Hachz“? H A C H Z !

Also… solltet ihr ganz zufällig an einem Buchladen vorbeikommen… geht rein! Begebt euch auf direktem Wege in die Kinderbuchabteilung und fragt nach der kleinen Spinne! Ist es da? Yeah! Nehmt euch fünf Minuten Zeit und schaut’s euch an! Ein dickes Grinsen wird euch für diesen Tag sicher sein. (Glaub ich!)

Im Waringham-Fieber

Das Lächeln der FortunaEs ist die Zeit, in der ich mir all die Neuerscheinungen des Herbsts bzw. des kommenden Frühjahrs anschaue, um zu entscheiden, welche kommen ins Regal und welche nicht. Das Verhältnis zu dieser Zeit ist immer recht zwiegespalten. Auf der einen Seite bin ich natürlich extrem neugierig, was kommen wird. Auf der anderen Seite wird der Druck bezüglich meines ungelesenen Regals (von einem Stapel ist hier schon lange nicht mehr die Rede) so groß, dass ich kaum zum Lesen komme, weil ich mich nicht mehr entscheiden kann, welches Buch ich nun als nächstes in Angriff nehme. Ich hadere dann immer zwischen „Du solltest aber lieber das lesen.“ und „Ich will aber lieber das lesen.“ Das sind die Momente, in denen ich mir wünsche, einfach nur wieder mal lesen zu können. Die Hüter der RoseVöllig frei von Verkaufszwängen und ohne an kommende Beratungsgespräche zu denken, um „Wissenslücken“ zu schließen.

Es ist die Zeit, in der es Bücher ganz schwer haben mich zu packen und mich all diese Gedankenkarusselle vergessen zu lassen. Puh, was ich in dieser Zeit alles anfange, wieder beiseite lege, neu anfange, noch mal beiseite lege. Wenn sonst schon immer mindestens vier angelesene Bücher in meiner Wohnung verteilt liegen, sind es in dieser Zeit so um die zehn. Natürlich nicht ohne gehetzten Blick aufs große Regal mit den ungelesenen Büchern.

Das Spiel der KönigeSeit etwa 1 1/2 Wochen hab ich jetzt aber endlich wieder konstante Leselektüre bzw. eher Hörlektüre, die es sogar geschafft hat, die Leselektüre fast völlig zu verdrängen – Mir fiel der vierte Teil der Waringhamsaga von Rebecca Gablé, der Mitte September erscheinen wird, in die Hände. Hach. Voller Vorfreude schlug ich’s auf… und dann fiel mir ein, dass ich die ersten Teile alle als Hörbuch zu mir genommen hatte… Mist. Jetzt konnt ich’s nicht mehr lesen. Jetzt war der Wunsch geweckt auch den vierten Teil zu hören. Nur… der ist noch gar nicht fertig eingelesen.

Da es aber auch schon ein paar Jährchen her ist, dass ich die ersten drei Teile gehört hatte, beschloss ich kurzerhand einfach noch mal von vorn zu beginnen. Der dunkle ThronSo vergeht nun seit etwa 1 1/2 Wochen kaum Abend, an dem ich mich nicht von derzeit noch Martin May in die Welt der Rosenkriege entführen lasse und lausche, wie die fiktive Familie Waringham die Geschicke der mittelalterlichen, britischen Thronfolge beeinflusst.

Es ist faszinierend! Obwohl ich ganz genau weiß, was alles noch passieren wird, liege ich mit geschlossenen Augen gebannt lauschend da und kann einfach nicht abschalten. Jedes Mal, wenn eine Stelle zum Pausedrücken erreicht ist, bettelt das kleine Lesekind mit der Taschenlampe mit großen Rehaugen in mir „Bitte, bitte, noch bis zu nächsten Stelle.“ Klar, dass ich da nicht nein sagen kann. So lauschen wir gemeinsam. Hoffen und Bangen, dass alles gut wird.

Mittlerweile bin ich bei Teil zwei angelangt, was fürs Hörbuchlauschen ein Rekord ist. Normalerweise höre ich etwa ein Monat an einem solchen Schinken. Für den hier aber gehe ich sogar eher ins Bett, um länger lauschen zu können… Mit jeder Zeile, die mich dem Ende von Teil zwei näher bringt, freue ich mich mehr… denn Teil drei liest Rebecca Gablé zum Teil selbst. Das fand ich damals ja am Anfang noch recht abartig, weil ich ihre Stimme nicht mochte, aber am Ende der 18 CDs war ich restlos begeistert und traurig, dass sie nur Teil drei (Und tatsächlich nur den. Den vierten liest sie schon nicht mehr) mitgelesen hatte.

So… und jetzt muss ich los… Weiterhören 🙂

Ein fröhlicher Ostergruß

Ich hoffe, dass eure Ostereier nicht mit solch einer Überraschung kommen.
Herr Hase und der ungebetene Gast
…obwohl, eigentlich war die ja gar nicht so schlecht. Immerhin hat der ordentliche Herr Hase mit seinem neuen Chaosfreund jede Menge Grinsemomente in sein Leben bekommen. Also dann… sollte ich euch vielleicht doch einen ungebetenen Gast nach erfolgreicher Ostereierjagd ins Haus wünschen.

In jedem Fall wünsche ich euch frohe Ostern mit viel Sonne im Herzen!

Ich schnapp mir jetzt Herrn Hase und seinen Kumpel und verzieh mich zum Schmunzeln. Wer spontan mitschmunzeln mag, findet dort eine viel zu kurze und die schmunzeligsten Bilder vorenthaltende Leseprobe.

Der Fälscher aus Leidenschaft

Der HochstaplerDas zweite Buch meiner ausführlichen Urlaubslektüre möchte ich nicht unterschlagen… David Belbins „Der Hochstapler“ hat sich als ein kleines feines Buch herausgestellt… Und mich kurz zweifeln lassen, wieso mir alle großen Literaten aus diesem Buch was sagten, nur nicht James Sherwin… Den gab’s wohl nicht. Ich sollte mich doch nun mittlerweile endlich mal auf mein Gefühl verlassen können…

Nur so zur Fingerübung schreibt der junge Mark Trace im Stil seiner großen Literaturvorbilder. Nur durch Zufall gelangt eine Geschichte davon an die Öffentlichkeit und geht prompt als Original durch. Doch eigentlich will Mark ein Schriftsteller mit eigenem Stil und eigenen Geschichten werden – der Nervenkitzel mit den gefälschten Geschichten lässt ihn jedoch nicht los. Wie oft kann das aber noch gut gehen?

Ein spannendes kleines Buch für alle Literaturliebhaber.