Schlagwort-Archiv: Bodensee

Alles ganz anders und mindestens genauso schön…

Da saß ich also… völlig hibbelig. Total in Unternehmungslaune und keiner da mit dem ich hätte was unternehmen können… Da sachte die Kolleschin, ich solle doch schon dieses Wochenende (also mittlerweile ja schon das vorletzte Wochenende) mit in den Bregenzerwald kommen. Dieses Wochenende wäre es ganz sicher, dass es mit dem Fliegen klappt. Darüber reden wir nämlich schon seit circa einem halben Jahr, dass ich mal mitkommme um einen Tandemgleitschirmflug mitzumachen.

Bregenzerwald_01_1307So fragte ich mich, warum eigentlich nicht? Auf mich wartet ja niemand. Also schmiss ich alle nötigen Sachen in den Kofferraum und düste los in Richtung Bregenzerwald… Vorbei am Bodensee, an dem ich unglaublich gerne angehalten hätte, der mich aber nur kurz für ein Foto aufhielt… weil ich war ja noch auf eine gemütliche Party am Vorabend zum großen Flugtag eingeladen und eh schon viel zu spät dran.

Endlich angekommen lernte ich jede Menge lieber Menschen kennen… und fühlte mich ein ganz klein wenig an Zusammenkünfte der Bergkletterfreunde des Erzeugers erinnert. Ohne Macke war da niemand. Da passte ich ganz hervorragend mit rein und fühlte mich wohl. Was nicht ganz so hervorragend war, war die Aussicht auf Föhn am nächsten Tag. Fliegen is nich, sachten’se. Die einen mehr, die anderen weniger überzeugt. Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt und so hoffte ich mal ordentlich. Schließlich wurde ich ja mit den Worten, es wäre ganz sicher, an den Ort des Geschehens gelotst.

Glücklich ob des einfach-losdüsens fiel ich irgendwann ins Zelt und schlief wie ein Stein. – Ich glaube, so schnell war ich schon lange nicht mehr ins Traumland gedämmert. Könnte natürlich auch am Bier und Sekt gelegen haben… – Der nächste Morgen brachte ein schnelles Erwachen und ein breites Grinsen ins Gesicht als ich feststellte, wo ich da eigentlich gelandet war… Ein himmlischer Fluss um die Ecke und herrlichstes Sommerwetter über mir.


Ein „altes Gewitter“ verabschiedete sich gerade aus dem Tal… und der Föhn lag unheildrohend vor den Toren… So richtig einig war man sich nocht nicht ob es klappen würde oder nicht. Schauen könnte man ja mal… und so zuppelten wir in Richtung Berg, die Schirme im Gepäck. Wer weiß, vielleicht würde der überraschende Wetterumschwung ja doch noch kommen. Und zum Berg mussten wir eh – die Kolleschin musste doch selbst ganz hibbelig noch ihren neuen Schirm abholen. Naja… und wo wir dann ja schon mal am Berg waren, konnten wa ja auch noch hochfahren und zumindest den neuen Schirm auch mal auspacken. Und ich konnte mich schon mal mit den Flugutensilien vertraut machen. Wo wir ja schon mal da waren.


Und weil wir schon mal da waren, beschlossen die Kolleschin und ich uns auf den Weg zu einer recht ausführlichen und hachzvollen Wanderung zu machen. Plauschend setzten wir einen Fuß vor den anderen, sahen in die Ferne, erweiterten die Route und freuten uns, dass sich unsere Wege kreuzten und wir uns seither das Arbeitsleben gegenseitig ein klein wenig bereicherten.

Der Föhn föhnte fröhlich vor sich hin und wir begaben uns schließlich wieder zurück zum Fluss, in den wir uns nach ausreichender Sonnenwanderung erfrischend stürzten. Tolle Sache so ein kühler, klarer Fluss, der sogar die ein oder andere Schwimmstelle parat hielt. Noch toller so ein spontan zustande gekommendes Wochenende zu beenden.

Was ich tatsächlich seit diesem Wochenende immer wieder verdränge: das am Abend vor meiner Abfahrt noch jede Menge stürmischer Wind durchs Tal zog und diverse dicke Äste von den Bäumen holte. Einer keinen Meter von mir entfernt. Das Krachen hallt dafür immernoch durch meine Ohren. Uiuiui. Da hatten wir alle mächtig Glück, dass weder Mensch noch Zelt noch Auto geschrottet wurden!

Der Vorfreudegedanke auf eine neue Reise in den Bregenzerwald beschert seit jenem Besuch jede Menge Grinsemomente 🙂

Fortsetzung wird also folgen 🙂

Advertisements

Zurück zum See… von Hagnau nach Immenstaad

Dieser Urlaub sollte vor allem eins werden: aktiv! Deswegen ging’s natürlich gleich am Tag nach der ersten Wanderung zum Warmwerden weiter an den See. Eigentlich war ja eine ganz andere Route geplant, aber nachdem ich am Tag zuvor so durch die Gegend getrödelt bin, hab ich noch mal umgestellt und beschloss ganz spontan einfach in Hagnau (wo wir bei der letzten Tour wieder den Rückweg antraten) weiter den See entlang zu wandern. Praktisch, dass mein Wanderführer da auch gleich noch eine passende Tour parat hatte…


 
So sehr der See reizt, so sehr nervt er auch. Neee, das stimmt so nicht ganz. Es ist halt voll mit Menschen und es ist halt laut. Der Tag, den ich zum Besuch auserkoren hatte, war auch gleich mal noch Mähtag. So treckerten die Mähmaschinen über die Wiesen und die Düngemaschinen durch die Obst- und Weinreihen. Und im Hintergrund rauschte der Verkehr der Straße zwischen See und Obstanbaugebieten. Das hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt und war zwischendurch schon mal ziemlich grummelig, weil ich einfach innerlich nicht zur Ruhe kam. Irgendwann kam ich zu dem Schluss, für einsame Gedankennachhängwanderungen ist der See einfach nicht geeignet. Der Wanderführer wird wohl erst wieder beim nächsten Besuch rausgeholt.

Zum Stieren lohnt sich der See aber allemal. Da kann man sich dann tatsächlich ein einsames Plätzchen suchen, Enten und Booten hinterherträumen und sich im Wasserplätschern verlieren! Damit klang meine Wanderung durch die Sonne wunderbar aus und läutete einen sehr gemütlichen Abend mit lieben Plausch und leckerem Gesöff ein.

Wer sich nun noch für so einen Zeppelinflug interessiert, der kann sich beim Anblick der Preise hier (klick) mal auf den Hosenboden setzen. Wer wissen mag, wie ich tatsächlich lief (logisch, dass ich vor lauter gucken mal wieder nicht ganz korrekt nach Vorgabe lief… und die Tour ein klein wenig erweiterte), kann hier (klick) schauen.

Ach so, den Abstecher zum Schloss Hersberg (abgesehen natürlich vom grandiosen Rettungsring) kann man sich sparen. Den Hohberg (ist auch nicht hoch) muss man hingegen auf jeden Fall mitnehmen. Wenn da nicht gedüngt wird, dann kann man da gaaaaaanz gemütlich über die Obst- und Weinberge in die Weite schweifen, den See beschauen und bei guter Sicht die Berge in der Ferne bewundern.

Unterwegs am See – von Meersburg nach Hagnau

Der Mai konnte auch Sonne. So war ja nicht. Aber suchen musste man sie. Am Pfingstwochenende hatte das (überraschenderweise) hervorragend geklappt. Da kam ein lieber Besucher extra aus (dem zu dem Zeitpunkt sonnenverwöhnten) Berlin hierher gereist – und dann: Regen. Aaaargs.

Den ursprünglichen Plan endlich mal den Hohenkarpfen ohne Schnee zu besteigen, verwarfen wir nach dem Frühstück dann doch ganz schnell. Hier bei mir regnete es ohne Unterlass. So saßen wir über die Wetter-App gebeugt und suchten nach der Sonne in näherer Umgebung. Sah ganz schön mies aus – aber mit etwas Glück konnte sie am Nachmittag am See zu finden sein. Also wurde Meersburg unser Ziel, an dem man zur Not halt auch in die Burg flüchten konnte.

Los ging’s – durch den Regen, der nach wie vor nicht weniger werden wollte. Bis wir in Meersburg ankamen und nach etwas längerem Suchen doch noch einen Parkplatz fanden. Von da an legte sich die Sonne mächtig ins Zeug und sollte im Verlauf des Tages noch für jede Menge Grinsen, Hachzen und gigantische Aussichten sorgen.

Zur Burg Meersburg ging’s aber dennoch. Die geführte Turmbesteigung sollte man übrigens, wenn man da schon reingeht, unbedingt mitmachen! Anschließend lässt es sich gemütlich durch die Burg wandeln – und wenn dann das Wetter so richtig schön mitspielt sicher auch hervorragend vom Burg-Biergarten die Sicht auf den See genießen. Klappte an dem Tag nicht so, dafür wandelten wir noch ein wenig durch die Stadt, besuchten das Zeppelin-Museum (sehr speziell, wenn man Lust auf die zahlreichen Geschichten hat, die die Museumsangestellte zu erzählen hat, dann sollte man ein klein wenig viel mehr Zeit einplanen…) und genossen die Sonne an der Uferpromenade. Und weil das Wetter dann halt doch so schön mitmachte und der Besuch ja auf „wandern“ eingestellt war, ging’s mal noch fix den Weinkundeweg nach Hagnau. Ein sehr gemütlicher Ausflug durch die Weinberge mit unglaublich viel Sicht auf den See und die Berge dahinter! Hach ja… und die Wolken!

Besuch am See

Heute ging es an den See, dem ich ja schon verdammt lange nicht mehr Hallo gesagt hatte. Das Wetter versprach toll zu werden und so düsten der Flitzer und ich in Richtung Radolfzell. Radolfzell und ich wollten heute allerdings nicht so richtig warm werden miteinander. Warum weiß ich auch nicht so recht. Die Sonne schien, das Gesicht setzte ein fettes Grinsen auf, aber ich schaute Stadt und Menschen an und war genervt. Hm?! Vielleicht war es noch nicht grün genug? Vielleicht waren auch zu viele aufgesetzte Menschen unterwegs? Vielleicht war mir heute aber auch einfach nicht nach Trubel um mich herum? Denn irgendwann bog ich ab, es ward Ruhe um mich herum und ich fühlte mich endlich wohl! Und auch wenn noch viel mehr die gleiche Idee mit dem Mittagschlemmen am See hatten, genoss ich dennoch die Sonne auf meiner Nase und den Trompetenspieler auf dem See. Hachz! Zum Schluss noch schnell ins Münster und der Besuch am See war schließlich doch ein rundum gelungener… Dann fing’s eh an zu regnen und dem Sonnentanken auf der heimischen Terrasse konnte nix mehr im Wege stehen.




Fünf-Minuten-Urlaub

Seitdem ich im vorletzten Sommer drum rum geradelt bin, bin ich ja verliebt in diesen See. Und seitdem ich nicht mehr auf die Bahn angewiesen bin, statte ich ihm auch gern hin und wieder mal einen Kurzbesuch ab. Heute war es endlich mal wieder so weit. Nur ganz kurz zwar, aber diese fünf Minuten da am See, haben mich ordentlich durchhachzen lassen und mich kurz aus dem Alltag rausreißen können. 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bis zum nächsten Mal!