Senfeier

Die Küche ist ein klein wenig verwundert, was da gerade alles in ihr passiert, hatte sie es doch in den letzten Monaten ein wenig ruhiger… Neben der mehr oder weniger eifrigen Quittenverabeitung musste sie gestern ran und endlich, endlich mal eines meiner Lieblingskindheitsrezepte fabrizieren, die es sogar bei Oma heute noch immer viel zu selten gibt: Senfeier.

Dazu kam’s aber auch nur, weil ich letzte Woche bei einer Freundin sabbernd über einem DDR-Kochbuch saß und feststellte, dass das mit den Senfeiern ja überhaupt gar nicht so kompliziert ist und DIE… also ganz genau DIE Sauce… die Grundlage dafür ist.

Also wurden die Kartoffeln geschält und ins Wasser verfrachtet, zwei Eier pro Portion hart gekocht und DIE Sauce in Angriff genommen. In den halben Liter Milch habe ich noch einen Löffel vom Gemüsebrühenpulver gepackt und dann zum Abschluss Senf nach geschmacklicher Präferenz (ich glaub, das waren so 2-3 Esslöffel). So richtig gelungen ist sie mir dann aber erst am zweiten Tag. Denn da habe ich dann noch mal ein Glas Wasser mit dazu gekippt (weil viel zu dickflüssig) und außerdem erinnerte ich mich daran, dass die Freundin meinte, ich solle mal noch’n bisschen Zucker mit reinpacken. Also kam da auch noch ein bisschen Zucker (und noch mal ein wenig mehr Senf) dazu. Dann aber war das Kindheitserinnerungsschlemmervergnügen perfekt. Und das geht so schnell… Und das meiste davon hab ich eh immer im Haus. Wird die Küche wohl nun öfter mal zaubern dürfen. 🙂

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12 Antworten zu “Senfeier

  1. Katja 27/10/2013 um 22:19

    Muss ich probieren! Senf und hartgekochte Eier mag ich eh gerne zusammen. (Wessikind – wir hatten ja nix, zumindest keine Senfeier!)

  2. Frau Leo 28/10/2013 um 09:26

    Oh, Senfeier, lecker! 🙂

  3. Corina 28/10/2013 um 22:22

    Ich wollte doch schon fast die armen Wessikinder bedauern… Aber die Frau Leo, die zeigt, dass ihr doch so etwas hattet. Vielleicht gibt es ja eine geheime Senfeiergrenze… so wie mit der Apfel/Appel-Grenze, von der ich nun weiß, dass sie Speyerer-Linie heißt…

  4. Frau Leo 29/10/2013 um 09:11

    Hm, meine Grosseltern sind ja Ossis und obwohl meine Mutter ein Wessikind ist, gab es daheim sicher viel Ossi-Essen (hih, sagt das mal 20 Mal schnell hintereinander :D) ). Vielleicht kenne ich das daher? Steht jedenfalls auf dem Speiseplan fuer’s kommende Wochenende 😉

  5. Katja 29/10/2013 um 16:14

    Wenn ich heute nach Spanisch (das erste mal seit Anfang Juni *schluck*) nach Hause komme, sind hoffentlich die Pellkartoffeln schon gar und die Soße aufgewärmt! Eier hab ich vorhin schon gekocht und alles vorbereitet – will heissen: dat gibbet heute bei uns. 🙂

    • Corina 29/10/2013 um 17:40

      Verdammt. Du musst das dann noch mal essen. Weil das ist natürlich nur original mit Salzkartoffeln zu futtern. 😀 Aber du wirst das ja sowieso noch mal essen… und mein erster Drang war auch die Pellkartoffel… weil das immer so schön bequem ist.

      • Katja 05/11/2013 um 11:04

        Eigentlich war’s so, dass der Mitesser sich Pellkartoffeln gewünscht hatte. Wir haben dazu meistens Quark mit irgendwelchen Kräutern, die ich gerade habe, vermischt – er hat aber letztens eine Tube Fertigremoulade geordert als ich einkaufen wollte, weil er die gerne dazu essen wollte (*würg*). Und weil er also eh seine Remoulade essen wollte, hab ich ein paar Eier gekocht und die Senfsoße gemacht statt Quark – dann konnte er noch aussuchen, ob er die Tube doch im Kühlschrank lässt. 😀
        Aber mal gucken, ob’s die mal wieder gibt. Ich fand’s ganz gut, aber Lieblingsessen wird das wohl nicht. Vielleicht gehört das in die mysteriöse Sammlung von Gerichten, mit denen man aufgewachsen sein muss, um sie so richtig zu mögen? 🙂

        • Corina 05/11/2013 um 13:34

          Huch! Das geht? Remoulade mit Pellkartoffeln? Auf diese Kombination wäre ich ja nie gekommen… Nun ja!

          Das hätte mich ja nun auch gewundert, wenn die Senfsoße gleich Lieblingsessen geworden wäre. 🙂 Da gibt’s bei mir vorher auch noch andere… beispielsweise Pellkartoffeln mit Quark & Kräutern. Und ja… zum Teil isst man da mehr Kindheitserinnerungen als Senfsoße an sich mit. 😀

          • Katja 10/11/2013 um 15:24

            Naja, ich finde das geht nicht. 😀 Aber ich mag auch eh überhaupt gar keine Remoulade, zu gar nix. *würg*
            Ich hab letztens als dein Kommentar im Postfach eintrudelte übrigens dann mal überlegt, ob ich ein richtig echtes Lieblingsessen benennen kann, aber das geht gar nicht und ist vermutlich eh immer in Phasen.

  6. Frau Leo 04/11/2013 um 12:36

    Gestern gekocht, vergessen, das English Mustard in die Kategorie „choen charf“ faellt und 2 seeeehr grosszuegige Teeloeffel reingehauen – meine Nase hat nach 2 Bissen die weisse Fahne geschwenkt! Habe dann Butterstueckchen reingebroeselt und dann wars lecker 😉
    Sauce war gut, habe den senflose Haelfte abends fuers Spinat-Nudel-Gratin verwedet 🙂

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