Auf zur Burg… oder Irgendwann #6

Seid ihr bereit für ein paar Urlaubsfotos? Ich hab‘ auch ausgesiebt. 🙂
Und außerdem ist damit auch ein „Irgendwann“ abgehakt worden…

Heute vor einer Woche ging’s auf die erste Tour. Nach einem kurzen Zwischenstopp beim Ex-Lieblingskolleschen im beschaulichen Rottweil (da war ich nun mittlerweile auch schon öfter, aber zu einer ausführlichen Stadtbesichtigung haben mich die Gassen dort noch nicht verleiten lassen… hm.) brachte mich mein kleiner Flitzer in die etwas entferntere Nähe der Burg Hohenzollern zum Nägelehaus. Auf dem burgeigenen Parkplatz parken kann ja schließlich jeder. Wenn schon, dann auch noch gleich eine Runde durch den Wald gewandert. Und das lohnt sich. Und wenn’s Sicht gibt gleich noch viel mehr! Sicht war mir nun nicht vergönnt, aber gutes Wanderwetter mit genialem Ausblick in alle Richtungen:


Und dann kam die Burg – etwas später als erwartet – auch endlich ins Blickfeld, die mich auf der Hinfahrt schon ein paar Mal ins Staunen versetzte und die Freude auf die Tour schürte. Von da an sollten uns aber nur noch vorübergehende Waldabschnitte voneinander trennen. Immer wieder traf mich die Aussicht auf die Burg mit Wucht und ließ ganz kurz oder auch länger den Atem anhalten. Das Zeller Horn animierte zu einer spontanen ausgedehnten Pause. Sehr beeindruckend. Mit so richtig gigantischer Sicht in die Ferne wahrscheinlich noch um einiges mehr.


Ein paar Kuriositäten gab’s auf dem Weg zur Burg dann auch noch zu bestaunen…
Gleich zu Beginn gab’s das neue Testament, das mich ob meiner bevorstehenden Tour doch ein wenig skeptisch hat werden lassen. Habe die steil abfallenden Schluchten nach rechts, dann aber doch unbeschadet neben mir liegen lassen. Höhenangst ist zumindest am Anfang der Strecke nicht sehr förderlich – allerdings sind die Wege ausreichend breit – und links gab’s dann ja die Wiesen zu beschauen.
Das Hexenverbotsschild kündigte schließlich so langsam die Hexenlinde an, die da irgendwann inmitten vieler Wege einen Richtungswechsel für meine Tour anzeigte. Der kleine Weg da rechts abgehend beim Baum mit den vielen Schildern, sollte mich zur Burg bringen.

Mit dem ein oder anderen versehentlichen Schlenker unterwegs – hauptsächlich abgelenkt durch Gegend gucken – erreichte ich dann doch noch die Burg und durfte von innen noch viel mehr staunen, als sie das von außen schon veranlasst hat.
In die Burg selbst darf man nur mit Führung, die aber eh schon im Eintritt enthalten ist. Wenn man dann also mal den steilen Anstieg nach oben hinter sich gebracht hat, dann sollte man die auf jeden Fall mitmachen, sich von der langen Familiengeschichte des Hauses erzählen lassen und völlig fassungslos über den grandiosen Ausblick aus wirklich jedem Zimmer aus wirklich jedem Fenster in die Ferne stieren.

Nach ausführlichem Burganlagenbestaunen machte ich mich an den Rückweg. Der sollte es noch ordentlich in sich haben. Denn an der Hexenlinde wurde aus der Wanderung eine Rundwanderung. (Ich mag’s ja nicht sonderlich den gleichen Weg auch wieder zurückzulaufen…)
Ein verpasster Abzweig (die Ausschilderung ist wirklich nich soooo doll), ließ mich auf eine sehr beeindruckende Schotterpiste geraten. Uiuiuiuiui. Aber da kennen wa ja nix, da wandern wir hoch. Uffz. Und überall am Wegesrand unendlich viel blühender Bärlauch… Da hat’s vielleicht gerochen – oder spricht man bei der Menge dann schon von „gestunken“? Am Ende der Schotterpiste wartete ein breites Grinsen im Gesicht und ein kühles Bier im Zollersteighof. Yeah! Von dort war’s dann nicht mehr weit bis zum geduldig auf mich wartenden Flitzer am Parkplatz.
Ein ordentliches und lautes Fluchen gab’s dann aber doch noch mal als kurz nach genial viel Wiese der Weg eine bedrohlichen Anstieg offenbarte. War aber nur kurz. Sowohl Fluchen als auch Anstieg…

Eine echt tolle Tour nach meinem Geschmack. Da wird’s nicht langweilig. Trittfest sollte man allerdings schon sein und die Turnschuh wären nicht das ganz optimale Schuhwerk. Wie oben schon erwähnt, ist am Anfang der Tour Höhenangst kein so genialer Begleiter. Wie aber auch schon erwähnt, sind die Wege an jenen Stellen breit genug (Also wirklich! Da passen locker 3 oder 4 Leute nebeneinander!) um genügend Abstand zum Abgrund zu bringen.

Das war auf jeden Fall nicht mein letzter Burgbesuch. Ein Blick in die Veranstaltungen der Burg machen Lust noch mal vorbeizuschauen… So eine Sternschnuppennacht oder königlicher Weihnachtsmarkt klingt schon verlockend!

Der Wanderführer zur Tour: „Bruckmanns Wanderführer. Die 40 schönsten Touren Schwäbische Alb“ (Tour 32)
Die Tour (leicht abgewandelt, durch 2 oder 3 verpasste Abzweige): klick
Der Klick zur Burg: klick

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14 Antworten zu “Auf zur Burg… oder Irgendwann #6

  1. Katja 19/06/2013 um 21:51

    Ufff. Mir tun ja die Füße direkt vom Lesen und Bilder gucken weh! Vielen Dank für’s Mitnehmen, ich rechne dir das wirklich hoch an, dass ich so viel davon sehen konnte, ohne so eine Hammertour selber laufen zu müssen. Ich nehme dich als Ausgleich auch demnächst wieder mal mit an den Strand ohne dass du dir selber nasse Füße holen musst. :mrgreen:

    Und ehrlich, niemand hatte jemals ein kühles Bier mehr verdient! 🙂

    • Corina 19/06/2013 um 23:20

      Das war doch die Tour zum Warmwerden. Dann pfleg mal deine Füße ordentlich. Wenn alles so läuft, wie meine To-Do-Liste sich das vorstellt, gibt’s die nächsten Tage noch mehr zu sehen! :mrgreen:

      Du vergisst übrigens den Sand beim Strand. Noch viel schlimmer als nasse Füße – Sand in allen Taschen. 😉

      • Katja 20/06/2013 um 16:00

        Ha! Wir sind ja quasi ein perfektes Team. Ich soifze immer sehnsüchtig, wenn ich Wochen später noch ein paar Krümelchen Sand im Rucksack finde und freu mich drüber. 😀

        Dafür scheint dir das mit den Füßen ja zu liegen. :mrgreen:

        Mir wäre die Variante mit Burgparkplatz und Shuttlebus auch genehmer. 😀

        • Corina 20/06/2013 um 21:55

          Man, ich war schon verdammt lang nicht mehr am Sandstrand. *soifz*

          • Katja 22/06/2013 um 06:20

            Den dichtesten davon habe ich sogar direkt im Ort. An meiner akutellen Lieblingsstelle am Rhein gibt es zwei kleine Sandstrandabschnitte und da finden sich sogar Muscheln. 😀 Und der hiesige Badesee hat auch einen. Gibt’s bei dir am großen See nicht auch irgendwo ein Eckchen? 🙂 (Oder ist das diese Sehnsucht, die das Meer beinhaltet, nicht einfach „nur“ Wasser?)

          • Corina 22/06/2013 um 18:38

            Die Muscheln hast du doch bestimmt da hingepackt. 😀

            (Es ist wohl doch mehr die Meeressehnsucht. Mit Wasserkieken bis zum Horizont. Auch wenn der Bodensee mit geschlossenen Augen das Geräusch schon ganz gut hinbekommt, isses nicht ganz das gleiche. Ich wüsst auch nicht, ob es da irgendwo’nen Sandstrand gibt. Der kommt ja eigentlich eher steinig daher.)

            • Katja 25/06/2013 um 14:11

              Bei den Muscheln bin ich völlig unschuldig. Aber ich gestehe, dass ich mal einen Stein wieder ausgesetzt habe. (Bin ja eh eher Steine- als Muschelsammlerin.) Der stammte von dem Strand in Grenen, ganz an der Nordspitze Dänemarks, wo Nord- und Ostsee zusammentreffen und ich hab ihn ganz im Süden Spaniens in Tarifa, dort wo die Straße von Gibraltar am engsten ist und wo Mittelmeer und Atlantik zusammentreffen, wieder ausgesetzt. (Und das ist gerade das erste Mal, dass ich das erzähle. Das war nämlich ein symbolträchtiges Aussetzen, weil der Stein eine ganz besondere Bedeutung für mich hatte.)

            • Corina 25/06/2013 um 15:53

              Ich grinse gerade fleißig vor mich hin… ich habe dir nämlich einen Stein vom Bodensee mitgebracht… vielleicht kannste den dann ja bei dir aussetzen?! 🙂

              Coole Sache das mit deinem Grenzstein… 🙂 Gibt’s’n Foto von dem? Und wieso haste die Geschichte noch gar niemals nicht erzählt? Wenn ich fragen darf?

              • Katja 27/06/2013 um 13:54

                Cool, ein Bodenseestein. 🙂
                Von dem Grenzstein gibt’s kein Foto, das Warum der Geschichte gibt’s per Mail. 🙂

              • Corina 27/06/2013 um 14:10

                Wer weiß, wo der schon war? Vielleicht wurde der auch nur abgelegt? 🙂
                Mail ist mehr als okay! *knuffz*

  2. Schwester 20/06/2013 um 10:26

    Tour zum Warmwerden – Du bist ja lustig. Mich hättest du gleich beim Zollersteighof absetzen können, da hätte ich dann auch ganz geduldig auf dich gewartet.
    Sieht aber echt schön aus da oben.

    • Corina 20/06/2013 um 10:29

      Müssen wir mal hin, wenn du mal wieder in der Gegend bist. Man kann ja auch direkt an der Burg parken. Und von dort gibt’s auch’n Shuttlebus hoch. 😉

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