30 Tage (fast) ohne

Ist euch schon mal aufgefallen, wie oft man sich einfach so ein Gläschen genehmigt – Wein, Bier, (Caipi, wenn man Fellmonsterchen heißt) und haste nicht gesehen – eben irgendwas mit Alkohol?

Nicht, dass ich das nun verwerflich finden würde. Ich mag meinen gemütlichen Wein zum Buch, das kühle Bier am warmen Sommerabend oder den zungelösenden Drink in geselliger Runde. Menschen, die so überhaupt gar keinen Alkohol trinken – Ex-Alkoholiker oder Allergiker mal ausgenommen – sind mir ja auch sehr suspekt. Und sinnloses Besaufen bis zur Besinnungslosigkeit möchte ich ja an dieser Stelle auch mal ausklammern… So in Maßen… find ich diesen Alkohol schon ganz nett.

Da es im Dezember aufgrund von diversen Weinachtsfeiern und -märkten oder eben Besuchen ja dann doch immer hoch her geht bezogen auf den Alkoholkonsum… und ich die Zahl auf meiner Wage, die mein jahreswechselndes Körperbefinden repräsentierte, nicht so sympathisch fand… und in diversen Ernährungsratgebern oder Kalorienzählapps sich der Alkohol immer ganz schnell als einer der Erfolgskiller heraustut, beschloss ich für mich, den Januar mal ganz ohne zu verbringen. D.h. fast! Am ersten Januar war ja noch ein großes Schlemmermahl mit Coq au vin und lecker Rotwein geplant gewesen… Los ging es also am zweiten!

Die Verlockung ließ gar nicht so lange auf sich warten. Eine Einladung zum Abendessen. „Magste’nen Wein?“ – „Öhm. Nein.“ Dann das geschäftliche Neujahrsessen… in einer Vinothek. 😉 Diverse Treffen mit Freunden…

Aber ich hielt tapfer durch. Mal musste ich mich erklären. Mal fiel es gar nicht auf. Witzig fand ich ja, dass oft die erste Reaktion war, dass die Fastenzeit aber erst noch komme. Dabei habe ich die noch nie in irgendeiner Form zum Anlass für irgendwelche Experimente genutzt.

Gefehlt hat mir ohne nix. Wäre ja auch fatal gewesen. Aber ein klein wenig vermisst hab ich ihn schon – siehe da oben. Einen Tag gab es, an dem ich am Abend gefrustet heimkam und mir gewünscht hätte, jetzt die Flasche Bier aufzumachen. Aber auch da blieb ich tapfer! „Schwach“ geworden bin ich dann aber doch noch. Es war das Essen beim Chinesen – der ganz routinierte Pflaumenschnaps, der den Bezahlvorgang einleitet. Ehe ich überhaupt registrierte, dass mir der gerade angeboten wurde, hatte ich auch schon ja gesagt und ihn vor mir stehen. Ich hab ihn dann getrunken… weil ich hatte ja auch noch „ja“ gesagt. Verflixt.

Irgendwann übrigens – so gegen Mitte des Monats gefiel mir die Vorstellung von einem-Monat-ohne und ich fing an zu überlegen, was ich als nächstes für einen Monat einfach weglassen könnte… Ganz verwegen stürze ich mich nun auf 28 Tage ohne Kaffee (und damit das gar nicht erst nach hinten losgehen kann und ich mir die Cola als Koffeinersatz heranziehe, darf auch die nicht in den Einkaufswagen wandern!). Die ersten 2 Tage habe ich ja schon erfolgreich hinter mich gebracht. Den dritten schaffe ich definitiv auch noch… und dann schauen wa mal 🙂

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12 Antworten zu “30 Tage (fast) ohne

  1. Katja 03/02/2013 um 21:43

    Wuhu. Ohne Alkohol schaffe ich problemlos auch mal über’n halbes Jahr, ohne dass mir irgendwas fehlt oder dass ich es überhaupt registrieren würde, aber EINEN MONAT OHNE KAFFEE? Da hätte ich ja mal so gar keinen Spaß dran. Hab letztens eine Woche ohne hinter mich gebracht, weil meine Bauchspeicheldrüse mich übel geplagt hat, aber das war schon wirklich hart. Ich bin gespannt, ob du das tatsächlich durchhalten magst. Dass du’s kannst, wenn du dir’s in den Kopf gesetzt hast, daran besteht ja kein Zweifel. 🙂
    Aber immerhin kannst du ja den Kummer über die Kaffeesehnsucht in einem guten Tropfen Rotwein ertränken. 😀

    • Corina 04/02/2013 um 11:24

      Na, so’n Monat ist ja absehbar 🙂 Richtig schlimm ist es ohne Kaffee auch „nur“, wenn ich arbeite. Es wird also spannend.
      Liebe Grüße an deine Bauchspeicheldrüse, die soll sich was schämen, dich so zu ärgern!

      • Katja 16/02/2013 um 23:49

        Wie geht’s denn eigentlich so nach 2 Wochen ohne das schwarze Lebenselixier? Bist du standhaft? (Was mir ja schon ein bisschen unheimlich wäre. :D)

      • Corina 17/02/2013 um 10:31

        Ich halte durch. 😀 Faszinierenderweise fehlt mir die Milch und ihr Schaum fast mehr als der Kaffee. Wer hät’s gedacht. Ich bin milchsüchtig.

        Und: Wat freu’sch mir über meine erste Tasse Kaffee am 1. März!

        • Muriel 17/02/2013 um 10:52

          Das mit dem Kaffee verstehe ich ja eher noch weniger als das mit dem Alkohol.

        • Katja 17/02/2013 um 16:50

          Höhö. Naja Milch könntest du ja schon einfach auch so schäumend trinken. Wenn du milchsüchtig bist sind das ja sonst direkt zwei Dinge für einen Monat. Dann darfste im März aber echt aussetzen. :mrgreen:

  2. Muriel 12/02/2013 um 20:05

    Soso, sehr suspekt sind wir dir also.
    Na gut, ich bin den meisten Leuten sehr suspekt.
    Man gewöhnt sich dran.

    • Corina 13/02/2013 um 08:20

      Nun kann ich ja nur von denen sprechen, die ich bisher persönlich kennenlernen durfte… und da… naja… also ja! Ich freue mich natürlich sehr mal das Gegenteil zu treffen 🙂

      • Muriel 13/02/2013 um 14:42

        Naja, ich kann ja nicht wissen, ob ich das Gegenteil bin, denn ich kenne die anderen nicht. Aber wenn das tendenziell freundliche, sympathische, politisch links orientierte, sehr religiöse Menschen waren, die Avatar total toll fanden und deren Lieblingsroman Herr der Ringe war, dann stehen die Chancen gut.

      • Corina 15/02/2013 um 14:15

        Nun, wer weiß… vielleicht finden wir es ja eines Tages einfach heraus…

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