Gedankengeschnetzeltes #10 oder: Ich hau‘ mein (Arbeits)Leben mal eben über den Haufen oder: Was länger vor sich hin hirnt muss eben irgendwann doch raus.

Da sitz‘ ich also mal wieder lang wach. Die große Frage vor mich hin hirnend, soll ich oder soll ich nicht… Mal eben mein (Arbeits)Leben über den Haufen werfen?

Das große Ziel – die eigenen Lesewelten im nächsten Jahr zu eröffnen – noch klar vor Augen, muss ich, so bin ich seit einiger Zeit vage, seit letzter Woche innerlich sehr und seit gestern nun felsenfest überzeugt, den Weg dahin überdenken.

Der Plan an sich (tagsüber die Miete verdienend, mich am Abend der großen Idee zu nähern) ist ja gar nicht so verkehrt. Aber der Job, der für die Miete zuständig ist, der ist, so muss ich mir nun eingestehen, tatsächlich nicht der wahre. Wenn ich allein bei dem Gedanken, das jetzt noch 1 1/2 Jahre zu machen, Herzrasen bekomme, dann läuft was falsch. Wenn ich am Morgen aufwachend auf eine überraschende Krankheit hoffe, um daheim bleiben zu können, dann bin ich nicht mehr ich. Wenn ich vor Kunden stehend, teilweise das komplette Gegenteil von dem denke, was meinen Mund schließlich verlässt, fällt es mir echt schwer mir mit Wohlwollen selbst in die Augen blicken. Das alles frisst letztlich Energie, die die Kleine Idee braucht. – Gewusst habe ich das ja, so glaube ich, ganz schnell. Schön geredet hab ich mir das einen Tick zu lang. Nun stehen mir noch 4 Wochen Probezeit bevor, die mich da noch halbwegs schnell rauskommen lassen. Ob ich aber so halbwegs schnell auch eine Alternative finde? Das steht nun noch auf einem ganz anderen Blatt.

Und neben all diesem Gedankengeschwurbel und Rumgehirne, fällt mir mal wieder auf, wie lange ich so einen Mist immer nur mit mir selber ausmache bzw. wie ich das, wenn mich denn jemand darauf anspricht, wunderbar vor mir herschieben kann – und dann vermutlich den ein oder anderen mit meinen dann nach außen wirkenden urplötzlichen Entscheidungen überrumpele. Das wiederum hilft bei der soll ich oder soll ich nicht Frage ja nun auch nicht unbedingt. Meist folgt darauf ein innerlicher Dialog, dass ich das so plötzlich nicht machen kann, weil das ja keiner nachvollziehen kann. Das ist natürlich schön blöd.

So, vielleicht klappt’s ja jetzt mit dem Schlafen. Schließlich hab‘ ich ja nun (mal wieder) einiges vor.

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4 Antworten zu “Gedankengeschnetzeltes #10 oder: Ich hau‘ mein (Arbeits)Leben mal eben über den Haufen oder: Was länger vor sich hin hirnt muss eben irgendwann doch raus.

  1. Katja 31/01/2013 um 10:19

    Liebes, ich drück dich und dir die Daumen für das, was vor dir liegt! Was du über den Miete-Job schreibst, klingt auf jeden Fall nicht nach einer gesunden Lösung mit Luft und Raum zum Wachsenlassen von Ideen. Falls dir irgendwie nach Schreib- oder Redebedarf ist, du weisst hoffentlich, dass meine Mailbox und auch mein Telefon dir jederzeit offen stehen!

    Ich wünsche dir Mut und Kraft und hab keinerlei Zweifel, dass nach deinem Rumgehirne am Ende etwas Gutes dabei rauskommen wird! *ärmel*

  2. Corina 31/01/2013 um 21:33

    Danke, du Liebe, du! Du hattest es ja letztens auch erst mit dem mit-sich-selber-Ausmachen… Da weißte ja, wie’s ist. Bei mir ist’s zumindest so, dass, wenn ich dann endlich soweit bin, um drüber zu reden, eigentlich schon wieder fast alles erledigt ist. Abgesehen davon, sollten wir aber auf jeden Fall mal wieder telefonieren… An diesem Wochenende werde ich aber erstmal meinen Schlachtplan verfeinern. Vier Wochen vergehen ja dann leider doch ganz schnell – zumindest war’s so bei den ersten vieren des Jahres. Args. Urgs. OMG!

    Ich glaub da auch ganz fest dran, dass da am Ende was brauchbares rauskommt! 🙂 Freudentaumel, Glückstänze werden auf jeden Fall geteilt! Und… ich geb mir ganz dolle Mühe: Auch die Niederlagen!

    *reärmel*

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