Gedankengeschnetzeltes #8 oder: Wie in Watte…

Irgendwie… irgendwie fängt dieses Jahr komisch an. Es hörte aber auch sehr merkwürdig auf. Da waren die Horschties, die plötzlich auf Krawall gebürstet waren. Da gab’s die Notbremse, die viel mehr Baustellen aufgedeckt hat als gedacht. Schließlich begrüßt das neue Jahr mit der Nachricht über den definitv auslaufenden Vertrag, die endlich die innerlich längst gefällte Entscheidung bestätigt, jede Menge Zuversicht hervorrief und trotzdem immer wieder für ordentliches Gedankenchaos sorgt.

Da gibt’s dann Tage, da möcht ich mich am liebsten irgendwo verkriechen, mir die Decke über’n Kopf ziehen und niemals nicht mehr wieder rausgehen. Nur um dann fünf Minuten später mit einem breiten Grinsen durch die Gegend zu tänzeln. Ein wundervolles Ereignis jagt das nächste, um zwischendurch von Angstattacken zersetzt zu werden. Ich fühl mich grad wie in Watte gepackt. Alles kommt aufgrund dieser abrupten Hochs und Tiefs nur noch gedämpft bei mir an. Und ich weigere mich standhaft mich entweder voll und ganz den Hochs oder voll und ganz den Tiefs hinzugeben. Die Hochs brauche ich im Moment um so mehr, um überhaupt irgendwie Land zu sehen… genauso die Tiefs natürlich aus Gründen einfach nicht (mehr) auszublenden gehen…

Und dann frag ich mich… Haben all die anderen Recht? Lauf ich davon? Gebe ich auf? Erwarte ich zu viel? Bin ich zu mimosenhaft? Nur um nach erneuten Gedankenkreisen aus tiefstem Herzen wieder von mir zu geben: Nein, ich möchte das so nicht mehr!… Bis ich wieder auf diese Menschen treffe, die mir einreden, „Du kannst doch jetzt nicht aufgeben“… Und ich stehe da… In mir ruft es, es macht mir doch aber keinen Spaß mehr. Es ist doch mein Leben. Ich muss doch bis zum Ende durchhalten. Warum kann ich das nicht so machen, dass ich wenigstens ein ganz klein wenig Spaß hab bei dem, was ich mache?… Und dann fallen mir all die vielen Sachen ein, die mir Spaß machen und die ich auch mache… Und dann frag ich mich… Haben die anderen vielleicht doch Recht??

Und dann… Irgendwann. Völlig k.o. vom Gedankenschwurbeln, sag ich mir, dass ich einfach mal aufhören sollte, mich zu fragen, ob die anderen Recht haben und einfach mit dem loslege, von dem ich denke, das es das Richtige sein könnte, nur um herauszufinden, was denn im Endeffekt wirklich stimmt. Denn vielleicht hab ich Recht und vielleicht kommt dabei was ganz anderes, aber viel tolleres raus. Und wenn nicht… Dann bleibt’s ja immer noch mein Leben und ich hab’s wenigstens versucht!

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4 Antworten zu “Gedankengeschnetzeltes #8 oder: Wie in Watte…

  1. Katja 27/01/2012 um 11:07

    Ein Satz, den ich mir selber auch viel häufiger sagen sollte: Wenn’s um mein Leben geht, können die anderen gar nicht Recht haben.

    Es ist viel einfacher, Entscheidungen zu treffen, die alle toll finden.
    Es ist viel mutiger und fairer/fürsorglicher/gesünder sich selber gegenüber die anderen zwar anzuhören und abzuwägen, aber sich dann so zu entscheiden, wie es einem der eigene Bauch vorgibt.

    Klingt es doof, wenn ich sage, dass ich stolz auf dich bin – dafür dass du’s probierst und den schwierigeren Weg gehst?
    Drück dich!

    • Frau Leo 28/01/2012 um 21:41

      „Wenn’s um mein Leben geht, können die anderen gar nicht Recht haben.“
      Das gehoert gerahmt ueber mein Bett gehaengt. Oder wenigstens an meine Zimmertuere, damit ich es immer und immer wieder lesen MUSS. Bis es vielleicht mal in meinem Kopf verankert ist.

      Corina, ich wuensche Dir alles, alles Gute und ganz viel Kraft, das anzupacken, was auch immer „es“ ist 🙂

  2. Pingback: Irgendwie… « rockthatlife

  3. Corina 30/01/2012 um 00:12

    Danke ihr zwei *redrück*

    @Katja: Klingt natürlich nicht doof! Schön, dass du das Probieren noch in den Satz gepackt hast! Das kleine Wörtchen ist Balsam für meine kleine Schwurbelseele, weil beim Probieren darf man ja auch mal abrutschen und von vorn anfangen. 🙂 Im Moment fühlt sich alles gut an. Das kann sich aber morgen schon wieder ändern, wenn ich wieder auf die „anderen“ treffe.

    Puh… da fällt mir gerade auf, in der kommenden Woche werde ich auf ganz viele „andere“ treffen. Örgs. Na, ich werde die Taschenlampe einpacken, damit die Schatten nicht zu groß sind, über die ich dann springen muss. (Ein Grinsen in Richtung @Frau Leo 😀 )

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