Der rote Stuhl

Hach. Nu ist es ja tatsächlich schon ein Weilchen her… Dennoch… hier nun endlich der Bericht zum leeren Stuhl:

Als es dann am 18. Oktober tatsächlich nach Tübingen ging, war ich ja schon ganz schön hibbelig. Nicht ganz so hibbelig wie im Jahr davor als es nach Singen zu Ken Follet ging, aber doch schon so in die Richtung. Es sollte der Abend werden an dem ich Umberto Eco gegenüberstehen sollte, was ich aber noch während der Fahrt ja überhaupt gar nicht glauben wollte (mal wieder…). Trotzdem hatte ich natürlich sicherheitshalber sein neustes Werk in der Tasche. Manchmal is ja blöde.
Gemeinsam mit dem Lieblingskolleschen ging’s zur Tübinger Universität und wir kämpften uns nach einem relativ hilflosen Weg zum Veranstaltungsort finden (Ausschilderungen werden ja völlig überbewertet) erstmal durch die Massen zu unseren Karten und anschließend zu halbwegs brauchbaren Plätzen. Die hatten wir tatsächlich auch gefunden… denn freie Sicht auf den roten Stuhl war uns gewiss. Yeah!
So hieß es ersteinmal warten… und stieren auf den leeren Stuhl… und währenddessen ein wenig in Erinnerungen schwelgen ob unseres Dates mit Ken und Grübeln, wer denn dann im nächsten Jahr auf dem Programm stehen könnte. (Diese Grübelei haben wir noch nicht beendet… uns ist noch keiner so recht eingefallen…)

Schließlich ging es los. Die Fernsehaufzeichnung zu „Literatur im Foyer“ des SWR… In drei Etappen wurde die Sendung zusammengeschnitten… Das da kam schließlich dabei raus: klick zur Fernsehsendung. Umberto Eco erzählt über seinen neuen Roman im Speziellen und Verschwörungstheorien im Allgemeinen. Und zwischendurch… was der Fernsehzuschauer nicht sieht, gab’s noch eine tolle Lesung mit Patrick Blank. 🙂 Kurz überlegte ich mir doch noch die Hörbuchfassung zuzulegen… Blöderweise, liest Patrick Blank die aber nicht. *grummel*

Schließlich… nach dem Zuhören des Vortrags bzw. der Vorträge von Patrick Blank und dem faszinierenden Lauschen Umberto Ecos Stimme (irgendwann… wenn ich mal groß bin… dann lern ich italienisch!! Also so richtig…) neigte sich auch diese Veranstaltung dem Ende… und Tatsache! Umberto Eco sollte noch signieren!1elf Also eingereiht in die lange Schlange und brav gewartet…

Und auch wenn das mittlere Bild einfach nur verschwommen ist… ist es doch das liebste von diesem Abend! Irgendwie steht es genau dafür wie schnell schon wieder alles vorübergegangen ist, wie flüchtig letztlich alles war… und auch wie vage das Zustandekommens dieses Abends bis zum Schluss sein sollte. Dieses Zaudern über Wochen hinweg… Soll ich? Soll ich nicht? Wird das ein guter Abend? Oder eben nicht? Am Ende waren der Lieblingskollesche und ich uns einig: Es war genau so(!) richtig, dass wir gefahren sind 🙂 Was bleibt… ein dickes Grinsen im Gesicht beim Zurückdenken!

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2 Antworten zu “Der rote Stuhl

  1. Katja 27/11/2011 um 11:28

    Oh wow, der Mann hat 33 Ehrendoktortitel.

    Schöner Schattensprung! Die Aufzeichnung muss ich mir später mit Zeit mal angucken und vermutlich führt das nur wieder dazu, dass ich noch mehr Bücher lesen muss. *hmpf* 😀

  2. Corina 27/11/2011 um 22:30

    *gnihihi* Immer wieder gern 🙂

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