Starren auf Bergwände

Ich wache auf und es regnet… Na, ob das heute mit der Wildbeobachtung was wird? Vorsichtshalber gehe ich aber erst einmal zum vereinbarten Treffpunkt mit Sep-Antona. Der Regen regnet und der Nebel hängt in den Bergen. Kurzerhand wird umdisponiert und wir schauen uns fürs erste einen Film über das „Steinwild in wilden Steinen“ an. Nun will ich natürlich auch eins in Natura sehen. Die Tour wird in der Hoffnung, dass sich der Nebel verzieht, auf 12 Uhr verlegt.

Die Zeit bis dahin nutze ich um ein paar Souvenirs zu erstehen und doch noch die ein oder andere Ansichtskarte in die Heimat zu schicken. Der Regenwolken verziehen sich und dann geht’s tatsächlich los. Als kleine Gruppe von Beobachtungshungrigen steigen wir in den Bus und fahren ins Val d’Err. Unter der Leitung von Sep-Antona stiefeln wir los und erfahren nicht nur jede Menge über das Wild in den Bergen, sondern auch über die ein oder andere Pflanze am Wegesrand. So komme ich doch noch zu einer kleinen Chrütliwanderung inklusive, die das Tourismusbüro in Savognin eigentlich noch mal gesondert anbietet und mich ja auch gereizt hätte – auf der anderen Seite muss ich mir ja auch noch was für meinen nächsten Besuch hier aufheben. 🙂
Nicht lange nach unserem Start soll es schon das erste in den Bergen zu sehen geben. Ein verlassener Adlerhorst und dann tatsächlich auch schon die ersten Gämsen. Ich starre auf den Berg und sehe erst einmal nichts. Man sagt mir zwar, ich könne es mit bloßem Auge sehen, aber irgendwie… nix. Als Sep-Antona das Fernrohr eingestellt hat, habe ich sie endlich auch im Blickfeld. [Ich würde an dieser Stelle ja gern ein Foto einschieben… aber das würde genau so viel zeigen, wie ich ohne Fernrohr gesehen habe…]

Es geht weiter in Richtung Alp d’Err, wo wir hoffen, noch etwas Rotwild beobachten zu können. Unterwegs gibt es weitere Pflanzenkunde, jede Menge vorbeihuschender Murmeltier zu sehen und schließlich auch die Kühe der Alp d’Err, die dort vor Ort für selbstgemachten Käse, Rahm und Butter sorgen. Mit einem Glas frischer Buttermilch in der Hand kann ich mir nun in aller Ruhe durch das Fernrohr eine Gruppe Gras futterndes Rotwild anschauen. Sehr beeindruckend.

Als der Wind immer kälter wird und es abzusehen ist, dass noch einmal Regen aufkommen wird, machen wir uns auf den Weg in Tal zurück. Mutter Natur wartet noch einmal richtig auf und breitet vor uns ein Meer an Blüten aus. Da fällt es schwer den Blick auf den kleinen Trampelpfad zu richten…

Wuah… und dann, kurz bevor wir wieder am Bus ankommen, können wir tatsächlich noch einen Blick auf einen kleinen Steinbock werfen. Ganz winzig zwar nur durch das Fernrohr, aber da springt er tatsächlich durch die Felsen. Somit kann es mit jeder Menge toller Eindrücke zurück nach Savognin gehen… Ich schlemme mich noch durch mein Abendmenü und registriere so langsam, dass mir schon mein letzter Tag hier bevorsteht…

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3 Antworten zu “Starren auf Bergwände

  1. Sherry 09/07/2011 um 17:01

    Ein wirkliches schönes Bild. Atemberaubend.

  2. Corina 10/07/2011 um 23:36

    Vielen Dank 🙂 Über den Schnappschuss ganz oben, habe ich mich tatsächlich sehr gefreut.

    Herzlich Willkommen hier bei mir!

  3. Katja 11/07/2011 um 16:40

    Herrliches Wolken-Nebel-Bild! 🙂

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