Gedankengeschnetzeltes #2

Es ist einfacher zu realisieren, wo man sich gerade befindet, wenn man den Weg sieht…

Die ganze Zeit über musste ich mir die letzten drei Tage immer wieder einreden „Du bist gerade in London. Du bist gerade in London.“ Ich blickte auf den Tower. Ich schaute mir die Tower Bridge an. Ich lauschte fasziniert Tina Dico in der bezaubernden Cadogan Hall. Beim Schlendern durch den Kensington Garden oder den Hyde Park. Beim Hechten über den Queensway. „Du bist gerade in London. Du bist gerade in London.“ Es war so real und doch so fern.

Als ich nun in Stuttgart aus dem Flieger stieg, mich wieder in mein Auto setzte und das letzte Stück meines Heimwegs antrat, war alles wieder normal. Kein innerliches Flüstern mehr… so von wegen „Du bist wieder in Deutschland.“ Ich wusste wieder, wo ich war. Und ich grübelte über vergangene Reisen nach… Meistens sah ich den Weg und deswegen war es selbstverständlich, wo ich mich gerade befand… Beim Fliegen scheint meine Logik auszusetzen.
Bei meiner letzten Flugreise hatte ich immerhin 14 Tage Zeit zu realisieren, wo ich gerade war… und ich glaube mich daran zu erinnern, dass ich mich davon die Hälfte immer wieder anstupsen musste, um mir einzutrichtern, dass ich gerade diverse Landesgrenzen überschritten hatte…

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8 Antworten zu “Gedankengeschnetzeltes #2

  1. ruediger 26/02/2011 um 08:58

    Tina Dico? *neid* Doch muss ich nur noch bis Ende März warten, bis sie nach Mainz kommt. 😉

  2. Corina 26/02/2011 um 10:38

    😀 Dann wird dir schon mal mein zukünftiger Neid sicher sein… weil es wird sicher total schön werden. Natürlich nich ganz so schön, versteht sich, aber doch annähernd. 😉

    Und hallo hier 🙂

  3. Katja 26/02/2011 um 17:15

    Ich kann das gut nachempfinden, diesen hmmm ‚Wirklichkeitsverlust‘ beim Fliegen. Das ist mit ein Grund (wenn der auch nur geringen Anteil hat) weswegen ich unsere Fahrten nach Südspanien mit dem Auto mag. Man kann anders ankommen und gerade die lange Strecke und dieses bewusste Erleben des Unterwegs-Seins macht das für mich zur Reise, was ich früher Urlaub genannt hätte.

    Um Tina Dico beneide ich dich ja auch ein wenig – und ohnehin auch ein klitzekleines bisschen um den ganzen Trip. Ich bin zwar keine ausgewiesene Städtereiserin, aber in London gäbe es auch einige Dinge, die ich gerne mal sehen würde. Bisweilen freue ich mich aber einfach, falls du ein paar deiner Fotos hier zeigen wirst. 🙂

  4. Corina 26/02/2011 um 19:43

    Ich mag deine Fahrten nach Südspanien auch sehr 🙂
    Und ja, genau dieses Unterwegs-Sein geht bei so Flugreisen völlig unter. Ja, man kann da ja währenddessen aus dem Fenster schauen… Aber außer Himmel und Wolken is da ja nix, was dem Kopf sacht, du bist gerade genau da, wo du sein solltest… Und dieser Monitor… na, der kann einem ja viel zeigen. Lass die Crew nur den falschen Knopf gedrückt haben und schon fliegste laut Bildschirm janz woanders hin 🙂

    Hm. Mainz is doch gar nich so weit wech. Da nimmt dich Rüdiger doch sicher gerne mit hin, oder?
    Das ein oder andere Foto wird hier sicher noch kommen… Wird sich wohl nun bald rausstellen, ob ich das selbe sehen wollte 😉

  5. Katja 26/02/2011 um 20:56

    Ach ich bin doch so feige, wenn’s um so Veranstaltungen geht. *soifz* 😳

    Monitor? Sieht man da, wo man gerade in der Luft ist? Mein letzter Flug liegt schon ’ne ganze (ganze) Weile zurück, da blieb einem nur das Fenster zum Rausgucken (was ich aber durchaus ausreichend fand). 🙂

  6. Corina 27/02/2011 um 18:11

    Ach, ich weiß doch. 😳

    Jupp. Monitore hängen von der Decke und zeigen in so’ner Art Simulation, wo man sich grad befindet und wie der Mensch vorn im Cockpit gerade durch die Lüfte düst. Ab und an wird auch eingespielt, was der Pilot grad sieht (aber auch nur als Simulation). Und dann bekommt man noch so Hinweise angezeigt, wie kalt grad vorm Flieger is, wie schnell der unterwegs is und wie weit noch…

    Nich, dass ich davon kein Bild gemacht hätte… 😉

  7. Katja 28/02/2011 um 11:01

    Ach das ist ja schon praktisch, wenn man selber verfolgen kann, wo man gerade ist. Wenn dann mal der Blick durch die Wolken gelingt, weiss man wenigstens, was man da in winzig unter sich sieht. 🙂

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