Rübenauflauf

Och… und dann davon noch’n bissgen. Mh… und das könnt ja sicher auch noch passen. Ach Mensch… Meerrettich? Rin damit.

– Der Rezepteumel ohne Rezept in der Küche… Ich. Heute. *wuaaaah* –

So tatsächlich von Anfang bis Ende ganz ohne Vorgabe (also bis auf die Packungsangaben von den Schnetzeln und der Marinade…). Bin mächtig stolz auf mich. Ich war danach aber auch mächtig geschlaucht. Das Herzhibbeln… ob’s wohl auch schmecken wird… Puh. 🙂

Rübenauflauf

Es hat geschmeckt und es passte auch alles zusammen. Nur bei diesen Sojaschnetzeln bin ich mir noch nicht so sicher, ob das jetzt wirklich lecker ist oder nicht.

Der Einkaufszettel (für 2 Personen mit Nachschlag)
1 Pastinake (~ 350 g)
2 süße Rüben (das sind diese runden gelben)
3 Kartoffeln
1 Zwiebel
125 g Sojaschnetzel (und 400 ml Gemüsebrühe)
Würzmarinade von Beltane grill & wok: Limette-Oregano (es war endlich mal an der Zeit einen Teil meines Twichtelgeschenks anzuwenden 🙂 )
30 g Mehl
30 g Butter
max. 500 ml Milch
1 1/2 TL Meerrettich
125 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskat
Öl
Käse nach Bedarf (bzw. Vorrat…)
Die Zubereitung:

1) Die Kartoffeln 20 Minuten köcheln lassen und die Sojaschnetzel nach Packungsangabe einweichen und aufkochen.

2) Währenddessen die Pastinake schälen und würfeln, die süßen Rüben schälen und halbiert in Scheiben schneiden, die Zwiebeln würfeln.

3) Wenn die Kartoffeln und Schnetzel fertig sind: Die Kartoffeln schälen und halbiert in Scheiben schnibbeln. Die Schnetzel abgießen – dabei die Brühe auffangen! Nun in der Marinade ca. 15 Minuten marinieren.

4) Jetzt eine Béchamelsauce basteln: 30 g Butter schmelzen, 30 g Mehl einrühren und ca. 5 Minuten unter Rühren goldgelb werden lassen. Dann eigentlich mit 500 ml Milch auffüllen. Ich hab heute die aufgefangene Brühe genommen und dann die Differenz bis zum halben Liter mit Milch aufgefüllt. Das Butter/Mehl/Brühe/Milch-Gemisch aufkochen lassen und ca. 10 Minuten mit gelegentlichem Umrühren vor sich hin köcheln lassen. Anschließend salzen, pfeffern und muskaten. Zum Abschluss noch den Meerrettich unterrühren. (verflucht lecker!)

5) Die Sojaschnetzel kurz anbraten und so lange wie man sich um die Rüben kümmert vor sich hin garen lassen. Ggf. noch mal ein wenig Wasser nachgießen.

6) Die Zwiebeln in Öl andünsten. Die Pastinakenwürfel und süße-Rüben-Scheibchen dazugeben und ebenfalls andünsten. 125 ml Gemüsebrühe dazugeben und 5 Minuten weiterdünsten. Anschließend salzen und pfeffern.

7) Den Backofen auf 180 °C vorheizen, während man die kleine Auflaufform befüllt: Eine Schicht Béchamelsauce, eine Schicht Kartoffeln, eine dünne Schicht Béchamelsauce, die Sojaschnetzel drübergeben, eine dünne Schicht Béchamelsauce, die gedünsteten Rüben drüber, falls noch Kartoffeln übrig sind, diese auch noch drauf. Schließlich den Rest der Béchamelsauce und dann noch Käse nach Bedarf. Ich habe heute ein wenig Altbierkäse drübergerieben. Nun noch ca. 30 Minuten ab in den Backofen und warten, ob’s was wird 🙂

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7 Antworten zu “Rübenauflauf

  1. Katja 02/02/2011 um 21:27

    Liest sich toll und lecker. 🙂

    Und Kochen ohne Rezept nur frei Schnauze ist reine Übungssache! Bei häufiger Anwendung wandelt sich das Bibbern komplett in Freude um. (Ging mir zumindest so. Ich koche ja fast immer ohne Rezept.)

    Wie sind denn die süßen Rüben geschmacklich einzuordnen? Die kenne ich noch gar nicht. Dem Namen nach noch süßer als Karotten?

    • Corina 03/02/2011 um 23:39

      Ja, zu diesem Schluss… mit der reinen Übungssache… bin ich am Ende auch gekommen – als ich feststellte, wie kaputt ich tatsächlich nach diesem Tanz durch die Küche war, weil ich die ganze Zeit mit meinem Gedankenkarussell à la „hoffentlich vergess ich jetzt nix“ beschäftigt war. Ich werd’s auf jeden Fall wieder ausprobieren 🙂

      Die kleinen Rüben sind, du hast es schon erraten süßer und, wie ich finde, auch schnurpsiger als Karotten. Ich find sie ja viel interessanter als die Karotten… 🙂
      Wenn du mal lunschen willst, wie die aussehen… da gibt’s die im Bild (links neben der Gurke, unter den Kartoffeln)

      • Katja 04/02/2011 um 10:26

        Ah siehste, da hatte ich mich eh gefragt, was das im Bild ist.

        Wenn die schnurpsiger als Karotten sind, muss ich sie ja unbedingt mal probieren. 😀

  2. Schwester 02/02/2011 um 23:05

    Ähm, … was sind Sojaschnetzel???
    Kommt das von Schnitzel? Ich denk mal, das ist was ohne Fleisch….
    Oder sowas wie Tofu? Und schmeckt das? Und wo kriegt man sowas?

    Welch komischer Zufall: Ich habe heute auch einen Frei-Schnauze-Auflauf gemacht, und das auch zum 1. Mal.
    Bei mir war drin: Brokoli, Sellerie, Erbsen, Karotten und Spätzle mit einer Soße aus: Milch, Sahne, Eiern, Tomatenmark und Ketschup (den hätte ich aber weglassen sollen, war dann ganz schön süß. Sowas lernt man eben beim Frei-Schnauze-kochen :-)) naja und viel Käse oben drauf.
    War ganz lecker und ging echt fix.

    • Corina 03/02/2011 um 23:43

      Ja, du bist schon auf dem richtigen Weg mit den Sojaschnetzeln. Irgend so’n Fleischersatzzeuchs. Ob das schmeckt, weiß ich eben noch nicht so recht. Mit der Marinade gewürzt hatte es zumindest was handfestes… Aber von der Konsistenz her, war es mir doch ein wenig suspekt.
      Ich hab’s da in dem Hofladen entdeckt gehabt. Im Supermarkt hatte ich danach noch gar nicht wirklich die Ausschau gehalten. Da wird’s so was aber bestimmt auch geben. Wenn nicht, du hast doch sicherlich auch irgend so’nen Biosupermarkt um die Ecke, oder? Da gibt’s das dann ganz sicher.

      Mh. Dein Frei-Schnauze-Auflauf hat auch was. Das mit der Soße (vermutlich dann ohne Ketchup) werd ich ma ausprobieren. 🙂

      • Katja 04/02/2011 um 10:32

        Ist das fast eher granulatartig? Falls es das ist, was ich gerade im Sinn habe, kann man das fast analog zu Hackfleisch verarbeiten, wenn man’s etwas eingeweicht (oder eben mariniert hat). Mit kernigen Haferflocken vermischt, isses nicht mehr ganz so fisselig.

        Eine Freundin hatte früher immer so Soja’schnipsis‘ – also so hat sie die genannt. Das war in irgendeiner Art in Form gepresst und in der Konsistenz dann ähnlich wie Putengeschnetzeltes. Die fand ich immer ziemlich lecker, hab sie hier aber leider noch in keinem Laden entdecken können.
        Die konnte man auch wunderbar grillen. (Grundsätzlich waren sie aber auch schon roh ganz gut essbar.)

      • Corina 04/02/2011 um 22:00

        Das Zeuchs hatte von der Form her was von Geschnetzeltem – also sehr klein geschnetzelt. Arghs. Ich werd’s sicher noch mal in den Korb packen… Dann gibt’s’n Foto von!

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