Das große Mampfen

Da war es also… dieses eine erste Mal auf das ich mich seit der Unterzeichnung meines Mietvertrages und dem Kauf meines (damals) neuen Geschirrs gefreut habe… Das große Mampfen als Dankeschön für meine Umzugshelfer. Sozusagen die Herausforderung des Küchenspuks.

Die Solospukaktionen in der neuen Küche, die klappen ja mittlerweile ganz gut. Also ging es nun eine Stufe weiter… Dinner for four – naja eigentlich five, aber No.5 konnte dann doch nicht, weil… ach ja, die Terminkoordinationen sind da ja immer viel anstrengender als alles andere… Die Terminkoordinationen machten dann auch alles anstrengender als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte das große Mampfen ja entspannt während meines Urlaubes stattfinden… Ging aber auch nicht. Also in der Woche danach. So wurde denn alles mal noch so nebenbei zusammengeplant. *uff* Der Perfektionist in mir, machte es natürlich nicht einfacher 🙂 Und dieser Perfektionist in mir hat ja in den letzten Jahren auch noch so was wie Hang zur Ästhetik entwickeln müssen… (ich pack’s mal in die Kategorie Berufsrisiko). Also musste natürlich neben einem genialen Menü auch noch ein genialer Tisch her.

Hätte mir jemand am Anfang des Jahres vorhergesagt, ich würde durch mehr als eine Dekoabteilung stapfen und mir überlegen, wie ich einen Esstisch zurechtmache, hätte ich dem mehr als nur einen Vogel gezeigt. – Ich hatte sogar Spaß dabei *räusper* 🙂

Die zurechtgemachte Tafel

Der Tisch stand bereit… Nun wartete die Küche auf die Vollendung des Plans. Am Abend zuvor wurde schon mal das schon seit über einer Woche feststehende Dessert zubereitet (Panna Cotta mit Erdbeersauce)… Da gab’s dann auch gleich mal den ersten „Unfall“. Ich hatte ganz brav alle Zutaten auf fünf Personen (denn zu diesem Zeitpunkt sollte No.5 noch erscheinen) hochgerechnet… nur nicht die alles entscheidende, alles zusammenhaltende… Die Blattgelantine. Naja, in meinem kochjugendlichen Leichtsinn vertraute ich da noch darauf, dass das schon halten würde. War leider nicht so. Bloß gut schmeckt so eine nichtumgestürzte Panna Cotta auch unglaublich lecker *puh*

Es standen noch die Vorspeise und der Hauptgang auf der ToDo-Liste. Diesen zwei Gerichten ging während der Woche ein ordentliches Kochbuchwälzen voraus. *stöhn* Es gibt nun mindestens 30 Rezepte, die ich noch ausprobieren möchte, die aber auf Grund von kann-ich-nicht-vorbereiten-um-den-Abend-ohne-Küchenpausen-über-die-Runden-zu-bringen für genau diesen Abend nicht in Frage kamen…

Eins stand schnell fest… Bei Mestolo hatte ich ein Rezept zum mediterranen Kochevent von Tobias gefunden. Das fand ich eine schöne Herausforderung und es war klar, einer der Gänge würde was französisches werden: Somit gab’s zu Beginn einen superleckeren Lauchsalat Champs-Élysées mit Garnelen und Walnüssen.
Die Reiserichtung für den Hauptgang entschied die Erinnerung an den Sommer. Mit zwei meiner Umzugshelfer hatte ich fleißig die Deutschlandspiele der WM verfolgt… also sollte auch Südafrika das Rezept zum Menü beitragen. Gedacht… getan nicht ganz. Bei der Zutatenzusammenstellung musste ich hier und da ein wenig improvisieren… Aber schließlich steuerte wenigstens der Kontinent noch den passenden Fisch bei 🙂 Es wurde gebackenes Victoriaseebarschfilet auf Süßkartoffeln. Superlecker… auch wenn es hier den zweiten „Unfall“ gab: Und ich dachte vorher noch… Na, is das nicht vielleicht doch clever die Süßkartoffeln ein wenig vorzukochen… Ja, es wäre sehr, sehr clever gewesen. So waren die dann janz schön schnurpsig. Naja, da da unten im Tiefkühler eh noch Fisch übrig ist und ich vor lauter Aufregung vergessen hatte den Hauptgang (das Dessert übrigens auch) zu knipsen, werde ich das ganze bei Gelegenheit noch mal in Angriff nehmen und dann auch das Rezept hier zur Verfügung stellen. (Pst. Es werden Limettenblätter drin vorkommen.) 🙂

Nach einem ordentlich Stressritt durch die Küche, einem Wirbelsturm durch die Wohnung hatte ich es schließlich tatsächlich auf die Minute genau hinbekommen alles fertig zu bringen und es konnte ein gemütlicher Abend beginnen… Es hat allen gemundet (auch der Koch konnte sich abgesehen von diesen schnurpsigen Süßkartoffeln und dem nicht-umstülpbaren Panna Cotta die Lippen lecken) und es ist alles ratzefatz leergegessen worden. Ich habe auch zwei Einladungen als Cateringchef für die nächsten Großfamilienereignisse erhalten. Denke, ich werde dankend ablehnen. 😉

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3 Antworten zu “Das große Mampfen

  1. Katja 08/11/2010 um 22:57

    Die Limettenblätter!

    Du bist das also, für die solche Dekoabteilungen betrieben werden. *kicher*
    Ich bin bisher immer streng zu mir gewesen, auch wenn ich gelegentlich sabbernd vor Tischläufern und Co stehen geblieben bin. 😀

  2. lebenzeichnendes 09/11/2010 um 09:21

    Jaha, die Limettenblätter 🙂 Das war vielleicht ein Ding. Die fanden sich übrigens in einem gut sortierten Edeka-Regal.

    Den Dekoabteilungen sollte ich dann wohl einen Rundbrief zukommen lassen, dass sie jetzt mindestens ein Jahr nicht gebraucht werden. Hm. Oder sollten sie doch bestehen bleiben… nur für den Fall, dass du schwach wirst? 😉

  3. Katja 09/11/2010 um 11:41

    Auf das Rezept damit bin ich ja wirklich gespannt. 🙂

    Och den Dekoabteilungen schreib mal lieber. Man muss ja gar nicht erst in Versuchung geraten. 😀

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