Über acht Brücken musst du geh’n…

…ach eigentlich waren es ja neun (wenn ich mich nicht verzählt habe…).

Angestachelt durch den kleinen Wanderausflug mit dem Paps und vom noch mal richtig genialen Wetter in der zweiten Urlaubswoche und von der Erkenntnis, dass mein letzter Besuch im dunklen Wald schon ganz schön lange her war, war das Vorhaben geboren wurden, noch einmal die Wanderschuhe zu schnüren.

Durch die RötenbachschluchtSo ging es dann auf Tour 22 aus dem kleinen Südschwarzwaldwanderführer ab durch die Rötenbachschlucht. Diesmal kam ich ohne große Umleitungsarie rasch ans Ziel.

Die Sonne schien und ein farbenfroher Herbstgruß begrüßte mich… Urgs. Mist. Speicherkarte nicht in die Kamera gepackt… Aber wozu hat man so ein Telefon mit dem man mehr als Telefonieren kann? Nach ein wenig innerlichem Grummeln ob der eigenen Schusseligkeit, gings dann aber auch richtig los.

Gegrummelt sollte an diesem Tag aber noch ein bisschen werden. Die Streckenführung von diesem Wanderführer war … echt beschissen. Es gab immer mal wieder angeblich markante Wegpunkte, die zur Richtungsänderung anhielten, die aber vorher in der Natur auch schon mal vorkamen. Und Wegpunkte, die tatsächlich die Richtung änderten, tauchten in der Beschreibung gar nicht auf. So war es dann an mancher Stelle mehr Raten als Wissen. Aber dank der groben Übersichtskarte und dem Beschluss irgendwann einfach stur der blauen Raute zu vertrauen, schlängelte ich mich erfolgreich durchs Rötenbachtal.

Hach und was hat das für ein Spaß gemacht, sich zu schlängeln. Ein Weg ganz nach meinem Geschmack: Kleine geschlungene Wege immer am Bach entlang. Eigentlich ein perfekter Sommerwanderweg. Denn zwischendurch gab’s immer mal wieder die Gelegenheit die Füße ins Wasser zu halten oder durchs Wasser zu waten. [Somit ist hier schon mal die Vorwarnung an meine Sommerbesucher: Auf diesen Weg gilt es sich vorzubereiten 🙂 ] Das Grinsen wollte gar nicht mehr aus dem Gesicht gehen.
Zwischendurch galt es immer mal wieder eine recht glitschige Brücke zu überqueren und als es dann so langsam in Richtung der siebten Brücke ging… naja, da war der Ohrwurm natürlich schon längst da 🙂 Es wurden dann aber doch acht Brücken bis die Wutachschlucht die Rötenbachschlucht ablöste und mich meine Tour aus schluchtigen Gefilden herauslotste (und ganz am Anfang gab’s auch schon mal eine kleine Brücke… die war aber noch vor der Schlucht).

Kleine Pfade Kleine Wasserfälle perfekte Pausenplätze

Nach einem kleinen Tunnel unter der Eisenbahnstrecke durch neigte sich mein kleiner geschlungener Pfad dem Ende. Noch ein Abstecher zum Aussichtspunkt Hörnle (den ich auch wieder mehr geraten erreicht habe… woran in diesem Fall die vielen gefallenen Blätter Schuld sein dürften, so dass kein Weg mehr wirklich erkennbar war) mit einer ausführlichen Pause und ordentlich Sonne im Gesicht, und es ging allmählich wieder auf breite Wanderwege über. Statt des Baches schlängelte sich mein Weg nun an der Eisenbahnstrecke entlang. Als die blaue Raute von der gelben Raute abgelöst wurde, wurde der Weg dann recht sportlich und gar nicht mehr so aufregend. Puh. Ordentlich pustend kam ich wieder im Ausgangsort und somit schließlich auch bald wieder am Ausgangsparkplatz an.

Fazit: Der erste Teil der Strecke war unglaublich faszinierend und hat viel Spaß gemacht. Nach der Schlucht wurde es vom Laufen her dann ein wenig langweilig. Da könnte man vielleicht noch über eine andere Streckenführung nachdenken…

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