Ab in den Wald

Sonntag… Kein Regen… Tatsächlich Sonne!… Zeit…

Rund ums SchollachtalAb raus in den Wald! Schnell eine Route rausgesucht und ins Auto gesetzt. So schnell kam der Wald dann aber nicht. Denn es führen viele Wege nach Hammereisen-Bregenbach. Drei durfte ich heute ausprobieren. Zwei Mal kurz vor diesem netten Örtchen, durch das ich durch musste, um weiter zu kommen, hieß es, Umleitung. Beim ersten Mal fuhr ich auch noch ganz brav zurück, um den anderen Weg zu versuchen. Beim zweiten Mal, das mich dorthin zurückschicken wollte, wo ich herkam, fühlte ich mich leicht verarscht von den Schildaufstellern. Das Navi scheinbar auch… Über seltsame Schleichwege schickte es mich dann zum dritten Weg, der uns tatsächlich zum Ziel bringen sollte. Ich war da. Mitten im Nichts ähm… Wald.

Die Wanderschuhe an und los. Ein wenig war der Wurm drin… Die Rumkutscherei hatte ganz schön genervt. Der Kopf brummte ein wenig. Und ich hatte die Sonnencreme vergessen. Das bedeutete meine Nase würde später rot durch die Gegend strahlen. Nun war ich aber da. Nun ging ich aber auch los. Die Gewissheit, dass ich mir diese und andere Würmer aus dem Kopf laufen würde, verlieh mir auch den nötigen Elan.

Nach einem kurzen angenehmen Stück durch eine von Bächen durchzogene Wiese, gings dann erstmal einen ziemlich ätzenden (weil vom Regen total durchweicht und von Forstmaschinen noch extra durchmatscht) Weg durch den Wald. Womit sich der Wurmeindruck einfach nicht verabschieden wollte. Als aber die Ameisenhügel auftauchten wurde alles schöner… Zum einen gab’s einen schönen Kindheitswandererinnerungsflash und zum anderen gab ich mich dem Zuschauen der kleinen fleißigen Wuseltierchen hin und konnte endlich abschalten.

Wuseltierchen

Weiter ging’s… auf einem nicht ganz so spektakulären Weg bis die erste ausführliche Rast fällig war, ich mich der Sonne hingab und während des Genießens in weiter Ferne Schnee erblickte. Der tolle Führer erzählte was vom Feldberg, ich tippe mal, dass er’s ist. Lasse mich aber gern auch eines Besseren belehren.
Gut gesättigt strebte ich die zweite Hälfte der Tour an. Nachdem ein vorübergehender Schwall an gleichgesinnten Menschen an mir vorbeizog, konnte ich mich wieder der Landschaft und meinen Gedanken widmen. Letztere flüsterten mir irgendwann, dass dieser Weg ja nun nicht soooo doll ist. Und ich hätte ihnen beinahe auch zugestimmt. Denn so wirklich aufregend waren die breiten Forstwege nun wirklich nicht. Aber man sollte niemals die nächste Kurve unterschätzen… Die kleine KapelleDa tauchte plötzlich eine winzig kleine Kapelle auf einer großen Lichtung auf. Ein Anflug von „Hach is das schön.“ durchfuhr und erschreckte mich. Denn mit diesen Bauwerken habe ich’s eigentlich nicht wirklich. Skeptisch machte ich mich auf den Weg dahin… und wagte auch ein Blick hinein. Es war schon ganz schön kitschig, aber die Tatsache, dass sich da jemand so viel Mühe gab – mit den kleinen Teppichen und den vielen Pflanzen – beeindruckte mich schon. Ich beschloss, dem „Hach is das schön.“ seinen Platz einzuräumen und freute mich noch ein Weilchen, während ich fleißig weiterstapfte durch den wieder matschig werdenen Weg. Gedankennachhängend und irgendwann mit diversen Ohrwürmern im Kopf gelangte ich schließlich wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Fazit: Ein ordentliches Stück Weg, der aber nicht von den Socken haut. Mal gucken, was der Wald noch so hergeben wird…

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Eine Antwort zu “Ab in den Wald

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