Küchenmeditationen

Die Alltagshast macht mir auch nach einer Woche noch arg zu schaffen. Das Wetter tut sein übriges… Denn eigentlich wollte ich am Donnerstag die Wanderschuhe schnüren und mich auf Entdeckungstour durch den dunklen Wald begeben. Naja… Regen halt. Die Alternative war aber schnell gefunden, denn schließlich gab es noch dieses eine Rezept von Katja, das mich heißhungrig auf Rotkohl werden ließ.

So machte ich mich denn am Mittwochabend noch „schnell“ ans Schnibbeln des Rotkrautkopfes. Hach und nach den ersten hektischen Tagen im Alltag nach dem Urlaub war das die reinste Entspannung. Meditativ gab ich mich dem Kraut hin und bekam meinen Kopf tatsächlich wieder frei. Nachdem ich das Kraut mit ausreichend Alkohol versorgt hatte, versuchte ich das mit mir – aber das Kraut vertrug an diesem Abend wesentlich mehr als ich ;o)

Der Donnerstagvormittag sollte dann also der Tag sein, an dem ich das erste Mal in meinem Leben Rotkohl selbst zubereitete – und vor allem überhaupt zubereitete. Bis dahin hab ich das tatsächlich immer nur auswärts bzw. bei der Family gegessen. Dabei mag ich das doch… Nun stand ich aber erst einmal vor dem Problem Topf. Ich hatte nämlich gar keinen so großen. Der Versuch mir noch einen bei einer Freundin zu besorgen scheiterte und so spielte ich denn das Spielchen, aus zwei Töpfen mach irgendwann einen… Ich bekam es tatsächlich hin alles ohne große Sauerei in der Küche auf die zwei Töpfe aufzuteilen und drehte schließlich den Herd an.

Memo an mich für das nächste Mal: Unbedingt die Küchentür schließen! Und vor allem, beim Umrühren niemals den Kopf über die Töpfe halten! Uiuiui, die Alkohldämpfe waren sehr interessant… 🙂

Zwei Stunden später war es dann endlich soweit: a) Der Kohl passte nun in einen Topf und b) weiß auch ich nun, was unter „schlotzig“ zu verstehen ist ;o) Noch schnell abgeschmeckt und die Küche konnte wieder einmal etwas sehr sehr sehr leckeres ausspucken:

Rotkohl

Also liebe Katja, vielen Dank für das Rezept! Sehr lecker. Oh und wenn du noch einen Koch für dein Rotkrautkochheer benötigst… Ich melde mich hiermit freiwillig! Ich denke, ich bekomm’s hin 🙂

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3 Antworten zu “Küchenmeditationen

  1. Katja 17/05/2010 um 10:44

    Ach herrlich! Ick freu mir, dass es dir so gut gelungen ist/geschmeckt hat und finde es sehr cool, dass das die gleiche entspannende Wirkung auf dich hat. 🙂
    Früher hätte mich das schier wahnsinnig gemacht, so ’ne Geduldsarbeit auszuführen, mittlerweile mache ich so Dinge wirklich gerne. Erst recht, wenn ich das Ergebnis vor Augen habe.
    Dankesehr für’s nachkochen und die Bewerbung ist natürlich gespeichert!1einself

  2. lebenzeichnendes 17/05/2010 um 21:47

    Da hab ich mich auch gefreut, dass das alles so geklappt hat 🙂
    Heute hat’s die Schwester vorgesetzt bekommen… Sie war begeistert! Und so leicht ist sie ja nicht zu begeistern 🙂

    Ja, die Entspannung des Stupiden sollte man nicht unterschätzen. Merke ich immer wieder!

  3. Pingback: Mohrtoffelsuppe « Lebenzeichnendes

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